Maren und Tore Möllenkamp spielen ein Mal in der Woche mit „Buddy“
Ein Hund für jeden Donnerstag

Albersloh -

Es ist eine echte Win-Win-Win-Situation: Wenn es einmal in der Woche an der Tür von Sabrina ten Brink klingelt, steht Familie Möllenkamp davor, um Hund „Buddy“ für einen Tag abzuholen. Davon haben alle Seiten etwas, Frauchen, die Kinder und der Hund, der schon aufgeregt mit dem Hinterteil wackelt.

Freitag, 16.04.2021, 16:36 Uhr aktualisiert: 16.04.2021, 16:40 Uhr
Maren und Tore Möllenkamp genießen den Donnerstag mit Leihhund „Buddy“.
Maren und Tore Möllenkamp genießen den Donnerstag mit Leihhund „Buddy“. Foto: Christiane Husmann

„Buddy“ kann es kaum erwarten. Freudig aufgeregt wedelt der Havaneser mit seinem puscheligen Schwanz, als es endlich an der Geschäftstür von Frauchen Sabrina ten Brink schellt. Mara, Tore und Mama Ina Möllenkamp sind gekommen, um „Buddy“ abzuholen. Immer donnerstags hat die Familie den Hund in ihrer Obhut. „Ein echter Glücksfall“ sind sich alle Beteiligten einig. Augen- und ohrenscheinlich auch der freudig kläffende „Buddy“.

Sabrina ten Brink ist mit ihrem Betrieb „Feel Good“ bereits 2019 in die Räume der ehemaligen Gaststätte „Kramer“ eingezogen. Firmen, Betriebe und auch Behörden gehören zu ihren Kunden. „Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat einen höheren Stellenwert bekommen“, glaubt Sabrina ten Brink. Der Terminkalender der Geschäftsfrau ist voll. Auch an diesem Morgen steht ein Online-Training mit mehreren Teilnehmern an. „Da ist es natürlich eine Erleichterung, wenn ,Buddy’ auch mal von anderen betreut werden kann“, findet die Hundebesitzerin.

Vorteile für alle Beteiligten

Doch die Chemie zwischen „den anderen“ und „Buddy“ muss stimmen. „Mit den Möllenkamps haben wir einen echten Glücksgriff getan“, freut sich Sabrina ten Brink. „Das ist wirklich eine gute Sache“, findet auch Ina Möllenkamp, die ihren beiden Kindern keinen Hund vorenthalten wollte, aber auch von der großen Verantwortung für ein Haustier weiß. „Wer sich auf einen Hund einlässt, muss sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein“, findet die Albersloherin und weiß: „Egal ob es regnet oder schneit – Mit dem Hund muss man vor die Tür.“ Und auch bei der Urlaubsplanung schränkt ein Haustier Freiheiten ein.

Über all das machen sich Mara und Tore gerade keine Gedanken. Sie sind viel zu beschäftigt – mit „Buddy“. „Wir haben ihm auch schon ein paar Tricks beigebracht“, erzählt Maren stolz, während der Hund ihrem Bruder auf Zuruf ein „High-Five“ gibt.

„Läuft“, mag sich Havaneser „Buddy“ denken, während er von Frauchen Sabrina ten Brink für einen Tag in die Obhut von Ina Tore und Mara Möllenkamp (v.l.) übergeben wird.

„Läuft“, mag sich Havaneser „Buddy“ denken, während er von Frauchen Sabrina ten Brink für einen Tag in die Obhut von Ina Tore und Mara Möllenkamp (v.l.) übergeben wird. Foto: Foto: Christiane Husmannn

Natürlich gibt’s zur Belohnung ein Leckerli. Auch von Maren, die „Buddy“ dazu bewegen kann, auch ihr die Pfote zu geben. „Stressig ist das für Buddy nicht“, kennt Sabrina ten Brink ihren Hund. „Havaneser sind kinderfreundlich und lieben das Spiel.“ Da sei es ganz normal, dass der Hund am Donnerstagabend regelmäßig „platt wie ein Brötchen“ sei.

Verantwortung lernen und Spaß haben

„Mein Mann und ich haben keine Kinder. Ein bisschen ist ,Buddy’ unser Baby“, beschreibt Sabrina ten Brink die Zuneigung zu dem freundlichen Hund. Gleichzeitig treibt sie die Sorge um, dass viele Hunde in Coronazeiten unüberlegt angeschafft werden könnten. „Wenn wir an Autobahnraststätten vorbeifahren, schaue ich schon genauer hin“, erzählt die Tierfreundin, die befürchtet, Hunde könnten vermehrt ausgesetzt werden. „Ich würde alle mitnehmen. Ich weiß nur nicht, ob die Möllenkamps da mitspielen würden“, lacht die Hundehalterin.

Den Kontakt zwischen Möllenkamps und ten Brinks hatte Susanne Gausepohl hergestellt. „,Buddy’ haben wir als Welpen von Suse bekommen“, erklärt Sabrina ten Brink und freut sich über die gute Vernetzung im Dorf. „Ich habe Albersloh ganz bewusst als Geschäftsstandort ausgesucht“, erklärt die derzeit in Münster lebende Frau. „Das ,Feel-Good’ muss auch drumherum gegeben sein“, sagt sie und räumt ein: „Wir würden auch gerne privat nach Albersloh ziehen.“

Auch „Buddy“ scheint sich in Albersloh wohl zu fühlen. Sofort lässt er sich an die Leine nehmen, um mit Tore, Mara und Ina Möllenkamp durchs Dorf zu flanieren. „Die Kinder lernen den vertrauens- und respektvollen Umgang mit Tieren“, sieht Mama Ina mehr als nur einen Vorteil des Hundesittens. „Und sie übernehmen Verantwortung.“ Bei allen notwendigen Regeln verschafft „Buddy“ seinen jungen Betreuern auch Ausnahmen. Am Donnerstag dürfen die Hausaufgaben auf dem Fußboden erledigt werden. Zwischen Tore und Mara liegend, passt „Buddy“ auf, dass auch alles erledigt wird. . .

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7919332?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker