Telgte
Die Beverquelle erfahren

Dienstag, 10.07.2007, 15:07 Uhr

Westbevern . Als Heimatkundler betätigten sich die Radwanderer des SV Ems. Denn als Ziel hatten sie sich diesmal das Quellgebiet der Bever ausgesucht. Die in Heimatkunde erfahrenen Bever- Anrainer wussten natürlich, dass sich der Fluss im Bereich der Doppelschlossanlage Harkotten aus dem Zusammenfluss des Salzbachs und des Süßbachs entwickelt.

Die Emser hatten sich die längste und auch etwas schwierigere Variante ausgesucht und wollten dem Süßbach folgen, der nördlich von Bad Rothenfelde entspringt. Auf ihrem Weg überquerten sie mehrfach zunächst die Bever. So manches historische Gemäuer lag auf ihrer Strecke, wie etwa das Kloster Vinnenberg und die mittelalterliche Doppelschlossanlage Harkotten mit den Gütern der Adelsgeschlechter von Korff und von Kettler. Das Kettlersche Schloss wurde jahrelang von dem international bekannten Designer Luigi Colani bewohnt. Etwa seit 1987 sind in der hervorragend restaurierten Anlage die Gebrüder Sieger tätig.

Von dort an diente der Süßbach als Wegweiser, und durch eine landschaftlich reizvolle Gegend näherten sich die Emser dem Kurort Bad Rothenfelde. Vor Jahrhunderten wurde das kleine fließende Gewässer schon als Energiequelle genutzt und speiste zum Beispiel die Klostermühle am Ortseingang. Im Ortskern sind die Gradierwerke und der Kurpark besondere Attraktionen. Ein kurzer Abstecher zum Schloss Palsterkamp, in dem das niedersächsische Forstamt untergebracht ist, stand ebenfalls auf dem Programm.

Als die Emser die Springmühle im Ortsteil Erpen erreichten, waren sie fast am Ziel. Unweit des Mühlenteichs entspringt der Süßbach als Hauptwasserlieferant für die Bever. Für Heiner Muhmann, der im Schulfach Heimatkunde im Jahr 1969 die Entstehung und den Ursprung der Bever als Grundthema eines Aufsatzes hatte, ging damit endlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, die Besichtigung dieser Stelle.

Für die Radwanderer stand aber noch eine weitere Herausforderung auf dem Programm. Der „Kleine Berg“, eine 208 Meter hohe Anhöhe bei Bad Rothenfelde, musste überquert werden, um in den etwas beschaulicheren Kurort Bad Laer zu gelangen.

Nach einer Erholungspause lagen nur noch Flachstrecken vor den Radfahrern. In Glandorf trafen die Emser auf Wallfahrer, die auf dem Rückweg nach Osnabrück waren. Über Schwege und nach einem Abstecher zur Loburg in Ostbevern kehrten sie schließlich zurück nach Westbevern. Fast 90 Kilometer standen auf den Tachos.

Zum Abschluss der Fahrt gab es von Tourenleiter Günter Niesing noch den Hinweis auf den nächsten Ausflug, der am Sonntag, 22. Juli, stattfindet und zum Kreislehrgarten in Steinfurt führt.

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