Telgte
In den Fängen der Stasi

Mittwoch, 17.10.2007, 18:10 Uhr

Ostbevern/ Telgte . Gespannt lauschten die Schüler der zehnten und elften Klassen der Loburg gestern den Ausführungen von Rainer Dellmuth . Bereits als 18-Jähriger war er wegen „hetzerischer Äußerungen“ in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit geraten. 1967 wurde der Lehrling wegen „versuchter Republikflucht und staatsgefährdender Hetze“ erstmals verhaftet und im Dezember 1967 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Nach seiner Entlassung beendete er die Lehre, doch seine beruflichen Pläne wurden 1971 infolge einer erneuten Verhaftung durch das MfS endgültig vereitelt. Der Vorwurf des „versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts in besonders schwerem Fall“ führte zu erneuter Inhaftierung, die im November 1972 überraschend mit seiner Ausweisung in die Bundesrepublik Deutschland endete.

Rainer Dellmuth wurde nach der Wende freier Mitarbeiter der Stiftung Berlin-Hohenschönhausen, dem früheren Stasi-Untersuchungsgefängnis, in dem er lange inhaftiert war. Als Opfer schilderte er besonders beeindruckend die in über 40 Jahren systematisch entwickelten und praktizierten Überwachungs- und Einschüchterungsmethoden der Stasi.

Bereits am Dienstagabend hatte Rainer Dellmuth auf Initiative der VHS und der Konrad-Adenauer-Stiftung im Bürgerhaus in Telgte über seine Erlebnisse in den Fängen der Stasi berichtet.

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