Telgte
Seniorenzentrum im Grünen

Sonntag, 21.10.2007, 12:10 Uhr

Telgte . Ein Zentrum für Senioren mitten im Grünen schaffen, zugleich das bestehende Altenheim „Maria Rast“ dauerhaft stärken und dessen Angebotspalette abrunden: Das sind die Ziele, die die Caritas-Seniorenheime-Betriebsführungsgesellschaft ( CS ) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe Kirchner als Investor erreichen möchte. Mehr als fünf Millionen Euro sollen dafür am Eichenweg investiert werden. Die Vorgespräche sind bereits weitgehend abgeschlossen. Unterzeichnet sind die Verträge derzeit aber noch nicht.

Dennoch ist Investor Michael Kirchner zuversichtlich, im Frühsommer mit den Arbeiten beginnen zu können. Wenn das klappt, könnten die Bewohner des Altenheims Weihnachten 2008 in grundlegend renovierten und teilweise neuen Räumen feiern.

„Gute Belegungszahlen und eine ausgezeichnete Arbeit in Maria Rast“ haben den Caritasverband nach Angaben von CS-Geschäftsführer Karl-Heinz Sahling schon vor einiger Zeit veranlasst, einen Grundsatzbeschluss zu fassen. Darin habe man sich für Standorttreue und eine Weiterentwicklung der bestehenden Konzepte ausgesprochen. Die anstehenden baulichen Veränderungen seien insofern die konsequente Umsetzung dieses Beschlusses.

Das Ziel der Caritas-Gesellschaft ist es, vernetzte Strukturen im sogenannten „niederschwelligen Bereich“ an das bestehende Altenheim anzugliedern und damit gleichsam alles unter einem Dach anbieten zu können. Dazu gehören ambulante und stationäre Angebote genauso wie die Tages- und Kurzzeitpflege. „Eine derart umfassende Hilfe aus einer Hand entspricht den veränderten Bedürfnissen“, erläutert Karl-Heinz Sahling. Zugleich würden bestehende Angebotslücken in Telgte geschlossen, was angesichts des demographischen Wandels unbedingt notwendig sei.

Ins Boot geholt hat sich die Betreibergesellschaft dafür die Unternehmensgruppe Kirchner aus Ennigerloh, die nach eigenen Angaben derzeit rund 300 Seniorenwohnungen im Kreisgebiet verwaltet. Das Unternehmen will das Projekt realisieren und anschließend auch das Gebäudemanagement übernehmen. Betreiber bleibt die Caritas-Gesellschaft.

Zusätzlich zu den vorhandenen 81 Betreuungsplätzen sollen durch einen Anbau an das Altenheim in südlicher Richtung der Gebäudebestand arrondiert und weitere Räume geschaffen werden. Zugleich entsteht so ein atriumähnlicher Gartenbereich speziell für Demenzpatienten. Auch im Bestand stehen umfangreiche Maßnahmen an, um ihn an neue Anforderungen der Altenpflege anzupassen. Zudem sollen auf der Freifläche vor dem Altenheim mehrere Senioren- und Mehrgenerationenhäuser sowie vier „Seniorenvillen“ entstehen.

„Wir möchten Angebote für unterschiedliche Zielgruppen und in verschiedenen Preiskategorien unterbreiten“, erläutert Michael Kirchner. Einen Dank sprachen Kirchner und Sahling dem Kirchenvorstand St. Marien aus, der die knapp 4000 Quadratmeter große Freifläche zur Verfügung stelle und das Projekt auch ideell unterstütze.

In direkter Konkurrenz zur „Wohnpark St. Clemens GmbH“, einer Tochtergesellschaft des St.-Rochus-Hospitals, die auf der Freifläche am Mönkediek ein Seniorenprojekt verwirklichen möchte, sehen sich die Verantwortlichen nicht. Kirchner: „Telgte verträgt beide Angebote.“

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