Telgte
Von der Draisine bis hin zur Rennmaschine

Telgte/Vreden. Adler und Miele, NSU und Bergsieger, Wanderer und Herkules: Wer als Radfahrer etwas auf sich hielt, der setzte bis vor einigen Jahrzehnten auf diese traditionsreichen Fabrikate. Schon lange haben moderne Sportmaschinen die robusten...

Sonntag, 13.07.2008, 17:07 Uhr

Telgte / Vreden . Adler und Miele , NSU und Bergsieger, Wanderer und Herkules: Wer als Radfahrer etwas auf sich hielt, der setzte bis vor einigen Jahrzehnten auf diese traditionsreichen Fabrikate. Schon lange haben moderne Sportmaschinen die robusten Zweiräder abgelöst. Erinnerungen an eine Zeit, als Fahrräder noch keine 27 Gänge haben mussten, werden im Hamaland-Museum in Vreden wach. Dort gibt es eine Sonderausstellung „Fahr Rad! – Zur Kulturgeschichte des Fahrrads“ zu sehen.

Für die Schau hat das Museumsteam zahlreiche Exemplare der vielseitigen Fortbewegungsmittel von Groß- und Urgroßeltern zusammengetragen. Dabei greift Museumsleiterin Dr. Annette Menke vor allem auf Sammlungen wie die von Günter Klefisch aus Telgte oder von Hermann Lansing in Vreden zurück. Dazu kommen geliebte Einzelstücke, die ihr Dasein meist in Kellern fristen, während die Besitzer lieber auf modernen Fietsen durch das Münsterland radeln.

Die Ausstellung zeigt das gesamte Spektrum der muskelgetriebenen Fortbewegung auf zwei Rädern, von Lastenrädern und Sportmaschinen bis zu Klapp- und Hochrädern. Zur Eröffnung sprach der Vorsitzende des Freundeskreises Fahrradmuseum Telgte, Werner Hasse.

„Unbestritten steht das Fahrrad am Anfang der modernen Fahrzeuggeschichte" schreibt der Historiker Ulrich Knaack. „Erst belächelt, oft verachtet, viel bekämpft, wird es heute manchmal schon wieder zum Retter der beweglichen Welt stilisiert." Von der Draisine oder dem Laufrad zur heutigen Rennmaschine der Radprofis war es ein langer Weg.

Im Münsterland und in den angrenzenden Niederlanden ist das Fahrrad „das“ Fortbewegungsmittel überhaupt. Nicht zu teuer in der Anschaffung, preiswert im Unterhalt, äußerst wendig und leicht zu parken ist es das ideale Verkehrsmittel für kurze Strecken und in nicht zu stark von Autos befahrenen Innenstädten. Der technischen Entwicklung des Fahrrads, seinen modischen Erscheinungsformen und seiner unterschiedlichen Nutzung als Verkehrs- und Transportmittel oder Spiel- und Sportgerät geht die neue Ausstellung im Hamaland-Museum auf den Grund.

Das Hamaland-Museum in Vreden ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Schüler und Studenten zahlen einen Euro, Familien vier Euro. Führungen sind auf Anfrage möglich.

Nähere Informationen zur neuen Ausstellung, die bis zum 14. September zu sehen ist, gibt es im Museum unter der Telefonnummer 0 25 64/39 18 0.

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