Telgte
Fünf Tage ohne Regen durch den Nationalpark

Dienstag, 23.09.2008, 12:09 Uhr

Telgte . An der mehrtägigen Wanderung in der Nordeifel nahmen 27 Wanderfreunde des TV Friesen teil. Mit dem Bus ging es nach Schleiden-Gemünd. Auf Saumpfaden, Kammwegen und Seeuferrouten führte der Rundwanderweg über etwa 100 Kilometer an fünf Tagen durch den Nationalpark .

Die erste Etappe führte hinauf in den Olefser Kirchenwald und weiter durch ein Bergschadensgebiet mit vielen eingestürzten Stollen zum Kloster Steinfeld. Nach Besichtigung der Klosteranlage mit der romanischen Basilika aus der Mitte des 12. Jahrhunderts führte die Tour weiter zum Mühlenberg. In Marmagen wartete der Bus am Eiffelplatz. Der Name geht zurück auf den Erbauer des Pariser Eiffelturmes, dessen Vorfahren aus dem Ort stammen.

Der zweite Tag führte durchs Haubachtal entlang der Bahnlinie Köln-Trier bis Blankenheim-Wald, über den Silberberg zur Burg Wildenburg. Sie ist eine von vielen Höhenburgen der Eifel und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Am folgenden Tag begann die Wanderung an der ebenfalls aus dieser Zeit stammenden Burg Reifferscheid bei Hellenthal. Auf der spätgotischen Schlossruine mit Bergfried genossen die Wanderer einen unvergleichlichen Panoramablick über die Eifellandschaft. Die Tour endete am Scheitelpunkt des Wanderweges auf über 600 Metern in Wahlerscheid.

Für den vierten Tag hielten die Wanderführer Theo Wübben und Alfons Leifhelm eine Überraschung bereit. Sie hatten einen Waldführer vom Nationalpark Eifel engagiert. Dieser stand bei der Wanderung durch den Nationalpark den ganzen Tag für Fragen zur Verfügung. So berichtete er über die besondere Vegetation im Nationalpark Eifel. Vom Wüstebachtal ging es hinauf auf die Hochfläche bei Dreiborn. Dort liegt auch Vogelsang, eine Anlage, in der die Nationalsozialisten junge Menschen zum bedingungslosen Gehorsam heranzogen.

Von der Hochfläche führte der wunderschöne Wanderweg bis zum Endpunkt des Tages in Einruhr am Oberen Stausee. Am letzten Tag gingen die Wanderer in Serpentinen auf dem Willibrordus-Weg den Honigberg hinauf in den Kermeter. Mit über 3500 Hektar gehört der Kermeter zu den größten geschlossenen Buchenwaldgebieten Nordrhein-Westfalens und ist ein Herzstück des Nationalpark Eifel. Dann ging es hinunter ins Tal nach Gemünd , wo die Wandertage ohne einen Tropfen Regen ihr Ende fanden.

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