Telgte
Kein frisches Grün bis zum Weihnachtsmarkt

Mittwoch, 16.09.2009, 19:09 Uhr

Telgte - Mehr als zwölf Stunden Dauerregen am Mariä-Geburts-Markt: Schlimmer hätte kaum kommen können. Eine Besucherin aus Hilter, die seit 30 Jahren regelmäßig zum Pferdemarkt kommt, konnte sich am Dienstag nicht daran erinnern, schon jemals so ein Wetter vorgefunden zu haben.

Die Planwiese hat den westfälischen Landregen relativ unbeschadet überstanden. „Durch den trockenen Sommer war der Untergrund sehr aufnahmefähig“, so Bauhofleiter Josef Peters . Da sei man mit einem blauen Auge davongekommen.

Während auf der Planwiese am Tag danach die Bodenverhältnisse schon wieder weitgehend im grünen Bereich waren, sah es auf dem Turnierplatz im Pappelwald anders aus. Die ohnehin noch frische Grasnarbe ist praktisch vollständig wieder verschwunden. Da, wo die Pferde durch den Stangenwald geritten sind, zeigt sich eine triste Matschlandschaft. Dabei hatte die Stadt nach der Beanspruchung durch den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Dezember vorigen Jahres so viel Aufwand investiert, um das Gelände für das Springturnier in einem Top-Zustand zu präsentieren. „Aber gegen das Wetter ist man machtlos“, so Ihno-Günter Gerdes , im Rathaus fürs städtische Grün zuständig.

Bis zum nächsten Weihnachtsmarkt wird das Gelände kaum schon wieder grün sein. „Die Rasenneusaat braucht Wärme“, so Gerdes. Und wenn die Pappeln in den nächsten Wochen ihr Laub verlieren, wirkt sich auch das Blattwerk am Boden alles andere als wachstumsfördernd aus. Weil Gisbert Hiller schon im vorigen Jahr die Wege mit Tonnen von Rindenmulch ausgelegt hatte, dürfte es für ihn kein Beinbruch sein, dass der Rasen bis Dezember noch nicht wieder angewachsen sein wird. Da für die nächsten Tage Altweibersommer angesagt ist, will Peters den Platz jetzt zunächst abtrocknen lassen, um danach mit der Neuaufpäppelung zu beginnen

Der Bauhof hatte auf dem Marktgelände schon bis Mittwochmittag wieder klar Schiff gemacht. „Das Müllaufkommen ist noch mal wieder zurückgegangen“, so Peters. Der Bauhof konnte sogar erstmals am Tag nach dem Pferdemarkt auf einen vorzeitigen Dienstbeginn um 6 Uhr verzichten.

Fest steht, dass der Regen auch ein Loch in die Kasse der Wirtschaftsbetriebe reißen wird, über deren Bücher der Mariä-Geburts-Markt läuft. 8998 Eintrittskarten wurden am Veranstaltungstag verkauft. Die Vorverkaufsstellen hatte Susanne Fuhlrott am Mittwoch noch nicht einberechnet. Trotzdem wird gegenüber den Vorjahren ein gehöriges Einnahmeminus bleiben.

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