Telgte
„Pflanzen haben gehungert“

Dienstag, 04.05.2010, 16:05 Uhr

Westbevern - Auch wenn Landwirte ihre Äcker wie ihre eigene Westentasche kennen, nutzen sie regelmäßig im Frühjahr die Gelegenheit, sich bei einer Feldbegehung von Fachleuten wie Bernd Hollmann , Vertriebsberater der Bayer Crop Science, erklären zu lassen, welche Düngung angezeigt ist, um gute Ernteergebnisse zu erzielen, oder welche Krankheiten ihrer Saat drohen können.

Rund 30 Teilnehmer hatten sich am Montagabend auf dem Hof Markfort versammelt, während der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Westbevern, Hubert Severt , den Fachberater willkommen hieß. Anschließend nahmen die Landwirte die mit Wintergerste, Triticale, Mais und Weizen angebauten Felder unter die Lupe. Dabei zeigten die jeweiligen Besitzer zunächst anhand von Aufzeichnungen, welche Behandlungen die Getreidesorten bisher erfahren haben. Details, die Hollmann verständlich und sehr detailliert analysierte, dabei auch Tipps und Anregungen gab, wie im derzeitigen Stand der Wachstumsphase zu verfahren sei.

Die Entwicklung der Pflanzen liege nur wenige Tage hinter dem Durchschnittswert und dem des Vorjahres. Das Problem seien die trockenen kalten Nächte, die keine Umsetzung von Nährstoffen nach sich zögen. „Die Pflanzen haben gehungert“, so Hollmann. Kein Wunder, dass die Landwirte Regen und Wärme herbeisehnen und Angst vor möglichen Frösten haben.

Was die bekannten Pilzkrankheiten angeht, zeigte sich Bernd Hollmann sehr erfreut. „Es gibt keine Probleme. Die Unkrautbekämpfung im Herbst war gut.“ Es sei keine Nachbehandlung notwendig.

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