Telgte
Sonne, Matsch und Regen

Sonntag, 19.09.2010, 18:09 Uhr

Telgte / Westbevern - Festes Schuhwerk war bei der Pfarrwallfahrt von St. Marien absolut Pflicht. Zwar waren die Teilnehmer morgens in Raestrup bei strahlendem Sonnenschein gestartet, am Emshof hatten die Regenschauer der vergangenen Tage den Boden aber mächtig aufgeweicht und für große Pfützen gesorgt. Zudem überraschte die Pilger an der Marienlinde dann noch einmal ein ordentlicher Guss von oben.

Doch trotz dieser Wetterkapriolen: Die Teilnehmer waren durchweg sehr angetan von der Wallfahrt, die einmal quer durch das Gemeindegebiet führte.

Am Morgen starteten rund 50 Gläubige nach einer kurzen Einstimmung an der Kraftfahrerkapelle St. Christophorus. Als Motto hatten die Organisatoren das Bibelwort „Ihr sollt meine Zeugen sein“ ausgesucht. Wie ein roter Faden zog sich das durch den gesamten Tag. An den einzelnen Stationen wurden immer wieder Mitwirkende aus der Gemeinde dazu befragt, was ihre persönliche Motivation für das ehrenamtliche Engagement sei.

Klaus Remmer beispielsweise berichtete davon, was ihn motiviert, seit vielen Jahren an der Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte teilzunehmen und ein lebendiges Zeugnis des Glaubens abzulegen. Irmgard Beuing wiederum erzählte von ihrem Antrieb, sich im Pfarrgemeinderat und seinen Ausschüssen zu engagieren.

Von Raestrup aus führte der Weg die Wallfahrer an der Ems entlang zur Johanneskirche. Nach einer kleinen Andacht ging es weiter durch den Klatenberg bis zum Pfarrheim Westbevern. Dort hatte der Eine-Welt-Kreis der Gemeinde eine Mittagstafel vorbereitet, an der sich die Teilnehmer stärken konnten.

Nach einer weiteren religiösen Einstimmung ging es an Haus Langen - der Zug war inzwischen auf rund 150 Teilnehmer angeschwollen - vorbei zu Wilhelmers Kreuz. Begleitet wurden die Pilger dabei vom Musikzug Westbevern-Dorf.

Am Emshof stieß eine weitere Gruppe zu den Wallfahrern - Kommunionkinder und ihre Eltern. Zusammen mit Pfarrer Martin Goebel hatten sie sich mit dem Bus auf den Weg gemacht und gingen die letzten vier Kilometer singend und betend mit.

An der Marienlinde warteten nicht nur weitere Fahnenabordnungen von Vereinen und Verbänden auf die Teilnehmer, sondern auch die Messdiener. In einer feierlichen Prozession ging es in die Pfarrkirche, wo der Schlussgottesdienst stattfand.

Mit einem „Fest der Begegnung“ wurde die Wallfahrt im Pfarrheim beschlossen. Bei kühlen Getränken und Würstchen - dafür sorgten die Kolpingsfamilie und die Messdiener - hatten alle genügend Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zur musikalischen Untermalung spielte der Musikzug.

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