Altkleidercontainer werden als Mülltonnen missbraucht
MHD stellt häufige Verstöße fest / DRK leert nicht mehr selbst

Telgte -

Zweimal in der Woche fährt Rita Hüser die Containerstandorte der Malteser ab. Sie freut sich, wenn Bürger durch Altkleiderspenden die Arbeit des MHD unterstützen. Sie ärgert sich maßlos, wenn sie in den Metallboxen schlichtweg Müll entdeckt.

Freitag, 21.10.2011, 13:10 Uhr

„Und das kommt leider jede Woche vor.“ Von Windeln und sonstigem Restmüll über ordnungswidrig entsorgte volle gelbe Säcke bis zu Gartenabfällen sei das gesamte Programm vertreten. „Manchmal werd’ ich stinksauer“, sagt die Malteserhelferin über das zweifelhafte Vergnügen, die Kleiderspenden von dem Unrat zu trennen. „Ohne Handschuhe geht das nicht.“
Die Malteser haben 15 Sammelbehälter im Stadtgebiet verteilt, beim Roten Kreuz sind es nach Auskunft von Geschäftsführer Christian Gehling deutlich weniger. Das DRK hat die Containerleerung inzwischen extern vergeben. Gehling weiß von dem grundsätzlichen Problem, das es auch in vielen anderen Städten gebe. Beim Roten Kreuz in Telgte sei die Situation aber zum Glück nicht dramatisch. „Es kommt sicher auch darauf an, wo die Container stehen“, sagt Gehling. Aber selbst da, wo sie im öffentlichen Blickfeld seien, könne man den Säcken in der Regel von außen nicht ansehen, was drin ist. „Der Inhalt fällt oft erst auf, wenn die Säcke aufgeplatzt sind.“ Vor den Containern am DRK-Heim würden schon mal Kinderwagen oder Fahrräder abgestellt. Die würden dann entsorgt, weil sie absolut nicht mehr zu gebrauchen seien.
Viel öfter als ihr lieb ist muss Rita Hüser mit dem MHD-Bulli zum Recyclinghof fahren, um Müll dort zu entsorgen. Die Malteser haben sich den Kopf darüber zerbrochen, was man tun kann, um dieser Unsitte Einhalt zu gebieten. Zu einer Lösung sind sie nicht gekommen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/33193?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F703572%2F703577%2F
Nachrichten-Ticker