Mateusz hat neuen Lebensmut
Mateusz hat neuen Lebensmut

Freitag, 28.10.2011, 23:10 Uhr

Telgte - Die Malteser sind von ihrem 154. Transport aus Schlesien zurückgekehrt. In den Tagen zuvor hatten sie 2,5 Tonnen Hilfsgüter an Bedürftige übergeben.

Beim Pfarrer in Tscherbeny (Grenzeck) warteten bereits Angehörige einer pflegebedürftigen Person auf den Transport aus Telgte. Sie liegt seit Monaten auf dem Sofa, weil das Geld für das Anmieten eines Pflegebetts fehlt. Die Angehörigen wurden von den Maltesern in die Handhabung des elektrischen Pflegebettes eingewiesen, das sie an Bord hatten. Der örtliche Pfarrer erhielt für Hilfsbedürftige Bettwäsche, Bekleidung , Rollstühle, Rollatoren und Material für die Altenpflege.

Weiter ging die Fahrt der Telgter Malteser nach Sackisch (Zakrze). Dort wartete der 15-jährige Mateusz Mielnik . Er ist schwer gehbehindert, kann seit der Geburt nicht laufen und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Die Malteser hatten durch eine Kontaktperson dem Jungen mitteilen lassen, dass sie einen Elektrorollstuhl für ihn mitbringen würden. Nachdem er in die Bedienung eingewiesen worden war, gab es kein Halten mehr: Bereits nach zehn Minuten rollte er davon. Mateusz´ Mutter sagte: ,,Dem Spender aus Telgte sage ich herzlichen Dank. Er hat Mateusz wieder neuen Lebensmut gegeben.“

In Niedersteine wurden Bekleidung, Rollstühle und Rollatoren übergeben. Im Kinderheim in Ludwigsdorf konnten die Malteser der Heimleitung Kinderbekleidung, Rollstühle und Material für die Körperpflege dalassen.

In Glatz (Klodzko) trafen sich die Telgter mit dem Leiter der deutsch-sozialkulturellen Gesellschaft, Horst Ulbrich . Die Gesellschaft hat vom Bürgermeister am Rathaus neue Räume bekommen. Dort werden 56 bedürftige Deutsche betreut. Bei den Mitarbeitern der Gesellschaft konnten die Telgter Malteser den zweiten gespendeten elektrischen Rollstuhl, Bekleidung und weitere Güter übergeben. Den elektrischen Rollstuhl erhält ein Mann, der querschnittsgelähmt ist. Horst Ulbrich wird in den nächsten Wochen nach Telgte kommen und mit den Maltesern besprechen, welches Material er noch für die Bedürftigen in Glatz benötigt.

Weiter ging die Fahrt nach Bad Landeck. Dort erlebten die MHD-ler eine sehr erfreuliche Überraschung: Die Maltesergruppe in dem Ort hatte Anfang 2011 ihre Arbeit eingestellt. Vor 14 Tagen hat sie ihre Räumlichkeiten zurückbekommen und kann ab sofort wieder ihren Dienst verrichten. Für den neuen Start der Maltesergruppe konnten die Telgter ihren Kollegen Material für die Altenpflege, Farbe für die Räume sowie Rollstühle übergeben.

Das Altenheim in Oppeln und Guttentag waren weitere Stationen der Malteser.

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