Radweg feierlich und offiziell eröffnet
Ein großer Gewinn an Sicherheit

Telgte -

Radwegebauer reden nicht, sie krempeln die Ärmel hoch und packen an. Das Ergebnis ist an der Landesstraße 811 zu sehen. Dort freuen sich die Radfahrer bereits seit der Fertigstellung über den Bürgerradweg, über den sie gefahrlos längs der viel befahrenen Landesstraße von A nach B kommen. Und auch wenn die Pedaleros den Weg längst für sich erobert haben, fehlte bislang noch die offizielle Einsegnung. Die wurde gestern unter großem Zulauf der beteiligten Nachbarn sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung nachgeholt.

Montag, 22.10.2012, 07:10 Uhr

Radweg feierlich und offiziell eröffnet : Ein großer Gewinn an Sicherheit
Sekunden vor der offiziellen Freigabe: Der Stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe, Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker, Straßen.NRW-Niederlassungsleiter Dirk Griepenburg, der stellvertretende Landrat Franz-Josef Buschkamp, Propst Heinz Erdbürger sowie der Vereinsvorsitzende der Radwegebauer, Johannes Fleer, freuten sich gestern gemeinsam über die Einsegnung des Bürgerradwegs an der L 811. Foto: Tillmann

„Wir sind eben nicht nur im übertragenen Sinne im Leben ‚auf dem Weg‘“, sagte Propst Heinz Erdbürger bei der Einsegnung. „Manchmal sind wir es auch im buchstäblichen Sinne. Und diejenigen, die auf diesem Weg entlangfahren, werden es genießen.“ Dann ging es auch schon an das Durchschneiden des roten Bands und damit der symbolischen Freigabe des Radweges .

Den Abschluss seines Projekts, in das so viele Stunden Arbeit geflossen waren, feierte der Verein „Telgter Bürgerradweg L 811“ anschließend im Clubhaus am Tönnesee auf dem Hof Kohues. Dort erinnerte der Vereinsvorsitzende Johannes Fleer noch einmal an die vergangenen fünf Jahre seit der Gründung der Initiative und lobte das Zusammenspiel aus Politik, Behörden und – explizit – dem Landesbetrieb Straßen. NRW . „Es muss immer eine Kombination aus Arbeit und Spaß geben“, sagte Fleer an die zahlreichen Helfer gerichtet, „wobei der Spaß 51 Prozent betragen sollte.“ Dennoch sei natürlich an den zahlreichen Wochenenden viel Arbeit auf den Höfen liegengeblieben.

Einen „großen Gewinn an Sicherheit“ nannte der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe den neuen Weg und hob insbesondere die Bedeutung für den Radtourismus hervor. „Eigentlich wären wir ja dran gewesen, hier einen Weg zu bauen“, gab Dirk Griepenburg, Leiter der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßen.NRW zu. In Zeiten knapper öffentlicher Mittel freue sich der Landesbetrieb aber sehr über die Hilfe der Bürger. Mit den geflossenen Fördermitteln hätte man ansonsten nur einen Bruchteil der Strecke bauen können. „Außerdem schweißt so ein Projekt die Nachbarschaft zusammen“, sagte er.

Den Bürgersinn der Anlieger lobte Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker in höchsten Tönen. Der Politiker hatte das Projekt schon zu seinen Zeiten als Landtagsabgeordneter unterstützt. „Glückwunsch. Das war tolle Arbeit“, lobte er und ergänzte: „Ihr Bürgersinn nötigt einem Politiker Respekt ab.“ Auch der stellvertretende Landrat Franz-Josef Buschkamp fand lobende Worte für die Initiative: „Gut, dass sie es gemeinsam geschafft haben.“

Fehlte angesichts so viel Lobes noch jemand? In der Tat. Doch auch Johannes Fleer, der Vorsitzende des Radwegvereins, wurde nicht vergessen. Vereinsmitglieder und Anlieger dankten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz bei der Umsetzung. „Wenn du angerufen hast, hat niemand gewagt, abzusagen“, hieß es.

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