Aktion der „Kunstnomaden“
„Barrierefreie“ Kunst

Telgte -

Die „Kunstnomaden“ wurden vorübergehend im leer stehenden ehemaligen Schleckerladenlokal auf der Emsstraße sesshaft. Michael B. Ludwig, selbst Mitglied dieser Gruppe, hatte die Immobilie in den vergangenen Monaten bereits als Ausstellungsfläche genutzt.

Montag, 26.11.2012, 19:11 Uhr

Aktion der „Kunstnomaden“ : „Barrierefreie“ Kunst
Marion und Arnold Illhardt trugen in einer improvisierten Studioatmosphäre Texte vor. Der Bildhauer Friedo Schange arbeitete live an einer Skulptur. Foto: Scheibe

Die „Kunstnomaden“ wurden am Wochenende im leer stehenden ehemaligen Schleckerladenlokal auf der Emsstraße sesshaft. Michael B. Ludwig , selbst Mitglied dieser Gruppe, hatte die Immobilie in den vergangenen Monaten bereits als Ausstellungsfläche genutzt.

Die „Kunstnomaden“, neben Ludwig gehören Thomas Esche (Musik), Marion und Arnold Illhardt (verbale Aktion), Tatjana Scharfe (Malerei) und Friedo Schange (Bildhauerei) dazu, haben sich vor einem Jahr zusammengefunden. „Kunstnomaden“ heißen sie deshalb, weil ihre Projekte immer den Ort wechseln und weil sie in ihrem Schaffen nie in einen Stillstand verfallen wollen. Innerhalb der Gruppe wollen sie verschiedene Ansätze zusammenbringen und an dem Können der anderen partizipieren und von ihm lernen. So sind sowohl Genres wie Grafik, Musik und Aktion als auch Kunsthistorik und Kunstphilosophie bei den „Kunstnomaden“ vorhanden.

Vor allem geht es der Gruppe darum, Leute in Telgte zusammenzubringen, eine Verzahnung der Künstler mit der Öffentlichkeit zu schaffen und die Kunst für jedermann zugänglich zu machen. So geht es für Tatjana Scharfe bei der Kunst darum, ein „Lebensniveau zu schaffen“ und deshalb sollte sie so „barrierefrei“ wie möglich gestaltet werden.

Auch bei der jüngsten Aktion stand der Kunstwerdungsprozess im Mittelpunkt, und Künstler wie der Bildhauer Friedo Schange kreierten vor den Augen des Publikums ihre Werke. Dieser Prozess sei immer wieder eine persönliche Herausforderung, da die Zuschauer theoretisch auch ein Scheitern des Künstlers miterleben könnten. Außerdem standen die Protagonisten während des Schaffens zu Gesprächen zur Verfügung.

Diesbezüglich reagieren Passanten bzw. Zuschauer sehr unterschiedlich, manche finden die Ideen der „Kunstnomaden“ sehr interessant, doch gibt es auch negative Resonanzen, die die Gruppe allerdings ebenfalls gerne entgegennimmt.

Große Besuchermassen blieben am Wochenende aus. Bei guter Laune strömten abwechselnd melodische Klänge, eine Diashow und verbale, malerische und bildhauerische Kunst auf die Sinne ein. Die Mitwirkenden gewährten den Zuschauern einen intimen Einblick in ihre Künste.

In Kürze wollen die „Kunstnomaden“ ihre Aktionen für 2013 planen.

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