Pflegedienst „Die Mobile“ und Kirchner wollen 17 Tagespflegeplätze für Senioren am Orkotten erschaffen
Weiterer Baustein in der Betreuung

Telgte -

Bis vor wenigen Tagen haben in dem Industriegebäude am Orkotten – das bislang von der Firma Helicom genutzt wurde – noch Ingenieure Elektronik entwickelt, ab April sollen hier Senioren einziehen. Dann wird Kirchner Immobilien zusammen mit dem Pflegedienst „Die Mobile“ dort das Tagesgästehaus „Am Münstertor“ eröffnen.

Freitag, 14.12.2012, 12:12 Uhr

Pflegedienst „Die Mobile“ und Kirchner wollen 17 Tagespflegeplätze für Senioren am Orkotten erschaffen : Weiterer Baustein in der Betreuung
Stellten Wolfgang Pieper die Planungen für das Tagesgästehaus im Industriegebäude (kl. Bild) vor. Michael Kirchner sowie (hintere Reihe, v.l.) Constantin von Schmiedeberg, Martin Hengst und Hildegard Eling vom Pflegedienst. Foto: Große Hüttmann

Bis vor wenigen Tagen haben in dem Industriegebäude am Orkotten – das bislang von der Firma Helicom genutzt wurde – noch Ingenieure Elektronik entwickelt, ab April sollen hier Senioren einziehen. Dann wird Kirchner Immobilien zusammen mit dem Pflegedienst „Die Mobile“ dort das Tagesgästehaus „Am Münstertor“ eröffnen.

17 Tagespflegeplätze stehen dort zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Aufenthalts- und Therapieräume sowie ein Pflegebad und eine offene Küche, in der gemeinsam die Mahlzeiten zubereitet werden. Behagliche Räume und eine entspannte Atmosphäre sollen dafür sorgen, dass sich die Gäste, von Patienten sprechen Constantin von Schmiedeberg und sein Partner Martin Hengst nicht, wohl fühlen. „Wir wollen das familiär gestalten“, sagen sie.

„Das ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, war sich Bürgermeister Wolfgang Pieper bei der offiziellen Präsentation sicher. Denn nicht nur Angebote für Kinder, sondern auch für ältere Familienmitglieder, die eine entsprechende Betreuung benötigten, seien wichtig. „Mit dem neuen Projekt wird eine wichtige Lücke geschlossen“, betonte er.

„Das Angebot richtet sich nicht nur an ältere, sondern auch an behinderte Menschen“, betont Geschäftsführer Constantin von Schmiedeberg. Das Ziel sei es, eine umfangreiche und verlässliche Betreuung anzubieten, die es den Angehörigen ermögliche, weiter einem Beruf nachzugehen, ohne Sorge um das Familienmitglied haben zu müssen.

Martin Hengst, Mitinhaber des Pflegedienstes, will daher in den nächsten Wochen Kontakt zu Unternehmen in Telgte aufnehmen. „Ich weiß aus Gesprächen, dass Unternehmen gerne gute Mitarbeiter halten wollen und daher ein Interesse daran haben, dass eine Betreuung von Familienangehörigen sichergestellt ist.“

Michael Kirchner, der dem Pflegedienst die Immobilie vermietet, die unmittelbar an sein Verwaltungsgebäude angrenzt, kennt so etwas aus eigener unternehmerischer Erfahrung. „Eine Mitarbeiterin von mir stand recht plötzlich vor der Situation, für einen Elternteil eine adäquate Betreuung zu benötigen“, erzählt er. Da es ein entsprechendes Angebot noch nicht gegeben habe, habe sie ihre Stelle reduzieren müssen. Das sei sowohl für sie als auch für ihn als Arbeitgeber sehr schade gewesen.

Rund 350 Quadratmeter groß ist das Tagespflegehaus demnächst. Ein seniorengerechter Eingang wird von der Rückseite aus geschaffen. Zudem soll es eine abgeschlossene Gartenanlage geben, in der die Senioren spazieren gehen können.

Die Betreuung wird von montags bis freitags jeweils von 8 bis 16.30 Uhr erfolgen.

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