Standortfestlegung
Grundschule Westbevern: Entscheidung naht

Westbevern -

Vermutlich am 19. Februar wird über den zukünftigen Standort der Grundschule in Westbevern entschieden. An diesem Tag findet eine Sitzung des Schulausschusses statt.

Sonntag, 23.12.2012, 11:12 Uhr

Das im November vom Landtag verabschiedete Schulrechtsänderungsgesetz  würde eine Grundschulversorgung in Westbevern sichern, aber nicht an zwei Standorten.
Das im November vom Landtag verabschiedete Schulrechtsänderungsgesetz  würde eine Grundschulversorgung in Westbevern sichern, aber nicht an zwei Standorten. Foto: Große Hüttmann

Vermutlich am 19. Februar wird über den zukünftigen Standort der Grundschule in Westbevern entschieden. An diesem Tag findet eine Sitzung des Schulausschusses statt. Der tagt im ersten Quartal des neuen Jahres monatlich und damit in ungewöhnlich enger Taktung, weil richtungsweisende Entscheidungen im Schulsektor anstehen.

In der ersten Schulausschusssitzung des Jahres am 8. Januar wird die Grundschule Westbevern ebenfalls schon Thema sein, aber ohne dass bereits Entscheidungen fallen. Durch das Schulrechtsänderungsgesetz, das der Landtag im November beschlossen hat, können kleine Grundschulen wie die in Westbevern überleben. Denn die neue Mindestgröße wird mit dem Gesetz auf 92 Schüler herabgesenkt. Aber eine Verteilung auf zwei Standorte ist aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen eben nicht mehr lange möglich. Schon in diesem und auch im nächsten Schuljahr kann nur jeweils eine Eingangsklasse gebildet werden – wechselweise in Vadrup und im Dorf. 2014 sind es dann noch einmal zwei. „Das macht Entscheidungen notwendig“, erklärte Bürgermeister Pieper vor der Presse. Mit einem Workshop für Eltern hatte die Verwaltung diesen Entscheidungsprozess vor knapp einem Jahr eingeleitet.

Das Schulrechtsänderungsgesetz sieht als neues Steuerungsinstrument die Einführung einer sogenannten kommunalen Klassenrichtzahl vor. Dazu wird die Anzahl aller Erstklässler in einer Stadt durch 23 geteilt. Ganz Telgte komme dann zukünftig noch auf sieben Eingangsklassen, verteilt auf vier Schulen.

Die Stadtverwaltung sei daher aus wirtschaftlichen Gründen gehalten, für Westbevern auch eine sogenannte Nullvariante darzustellen, erklärte der Bürgermeister, also die völlige Aufgabe des Schulstandortes. Aus seiner Sicht benötige eine dörfliche Struktur aber die Identifikation rund um eine Grundschule.

An der Schulausschusssitzung am 8. Januar wird die Schulamtsdirektorin Karin Sannwaldt-Hanke teilnehmen.

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