„Erinnerung und Mahnung“
Stele soll an Synagoge erinnern

Telgte -

Der Verein „Erinnerung und Mahnung“ möchte die ehemalige Synagoge stärker in das öffentliche Blickfeld rücken. Deshalb soll zum 75. Jahrestag der Zerstörung des Gebäudes eine rund 1,80 Meter hohe Gedenkstele an der Königstraße enthüllt werden.

Donnerstag, 14.03.2013, 10:03 Uhr

Der Vorstand des Vereins „Erinnerung und Mahnung“.
Der Vorstand des Vereins „Erinnerung und Mahnung“. Foto: Reinker

Der Verein „Erinnerung und Mahnung “ möchte die ehemalige Synagoge stärker in das öffentliche Blickfeld rücken. Deshalb soll zum 75. Jahrestag der Zerstörung des Gebäudes eine rund 1,80 Meter hohe Gedenkstele an der Königstraße enthüllt werden. Am 10. November 1938 war die Synagoge – so wie in der Nacht davor jüdische Bethäuser in vielen anderen Städten – in Brand gesteckt worden.

„Die Gedenktafel im Judengängsken ist sehr versteckt und auch sprachlich überholt“, sagte der Vereinsvorsitzende Adalbert Hoffmann . Der Verein hege schon länger den Wunsch, einen stärkeren Akzent zu setzen. „Wir befinden uns noch in den Anfängen der Planung“, so Hoffmann. Mit der Stadtverwaltung habe es hierzu gute Gespräche gegeben. In einem nächsten Schritt soll der Steinmetz Christoph Düsterhues nun Zeichnungen anfertigen. Durch den Geldpreis der Thünte-Stiftung habe der Verein einen finanziellen Grundstock, um das Vorhaben realisieren zu können.

Aktivitäten rund um den Jahrestag der Reichspo­gromnacht bilden 2013 den Schwerpunkt bei „Erinnerung und Mahnung“, wie Hoffmann in der Mitgliederversammlung berichtete. Gemeinsam mit dem Abendkreis evangelischer Frauen lädt der Verein am 6. November zu einem Vortrag mit Hiltrud Geburek von der Jüdischen Gemeinde Münster ein. Im Rahmen des Stadtjubiläums stellt er in Zusammenarbeit mit der VHS am 8. November die Geschichte der Juden im Rathausfoyer dar.

Besonders erfreut zeigte sich Adalbert Hoffmann über das Engagement des 10. Jahrgangs der Hauptschule. Die Schülerinnen und Schüler wollen die Reinigung der Stolpersteine übernehmen.

Für 2014 planen die Vereinsmitglieder eine Reise nach Krakau, verbunden mit einer Tagesfahrt nach Auschwitz.

Veränderungen im Vorstand gab es nicht. Adalbert Hoffmann, Gertrud Stümper, Marianne und Arnold Michels, Ludwig Rüter, Klaus Beck, Petra Reimann und Helmut Kopp freuten sich über ihre Wiederwahl.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1558193?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F1792738%2F1792761%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker