Betriebspraktikum der Stufe 9 des Gymnasiums
Ein erster Schritt ins Berufsleben

Telgte -

Die Jahrgangsstufe 9 des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums absolvierte in den vergangenen zwei Wochen ein Betriebspraktikum, um Einblicke ins Berufsleben zu erlangen. Die 115 Schülerinnen und Schüler entschieden sich für viele verschiedene Bereiche. So machte der eine ein Praktikum bei einem Tischler, der andere verbrachte zwei Wochen im Hotel.

Samstag, 20.04.2013, 11:04 Uhr

Johanna Billermann  machte ihr Praktikum in der Zentrale von Takko Fashion.
Johanna Billermann  machte ihr Praktikum in der Zentrale von Takko Fashion. Foto: Paulina Rose

Die Jahrgangsstufe 9 des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums absolvierte in den vergangenen zwei Wochen ein Betriebspraktikum , um Einblicke ins Berufsleben zu erlangen. Jeder der rund 115 Schülerinnen und Schüler musste sich bei einem Betrieb eigener Wahl, wie zuvor im Unterricht erlernt, bewerben. Die Jugendlichen entschieden sich für viele verschiedene Bereiche. So machte der eine ein Praktikum bei einem Tischler, der andere verbrachte zwei Wochen im Hotel.

Sieben Schüler erzählen von ihrer Zeit im Betrieb:

Johanna Billermann aus Westbevern , die in der Takko Fashion Zentrale arbeitete, ist insgesamt sehr zufrieden. Da sie gerne zwei spannende Wochen erleben wollte, hielt sie diesen Arbeitsplatz für zutreffend. Außerdem zeigte sie schon lange Interesse an einer solchen Firma. „Ich weiß zwar nicht, was noch alles auf mich zukommt, aber ich freue mich auf die zweite Woche“, erklärte die 15-Jährige am Montag. Denn ihre Aufgaben waren von Tag zu Tag unterschiedlich. Dadurch lernte sie fast die komplette Firma kennen. Sie war zum Zeitpunkt des WN-Besuchs bereits in den Bereichen Postbüro, Bau und Einrichtung von Filialen, Finanzbuchhaltung und Produktmanagement. Darunter habe ihr letzteres am besten gefallen. Zuständig war sie dabei für die Auslieferungskontrolle.

Sie sagte sogar, die Arbeit dort mache ihr so viel Spaß, dass sie sich vorstellen könnte, sie auch im späteren Leben als Beruf auszuüben. Schließlich gebe es so viele Bereiche, in denen sie in der Firma tätig werden könnte.

„Der einzige Nachteil sind die langen Arbeitszeiten“, erklärt Billermann. Doch insgesamt ist die Schülerin beeindruckt: „Ich hätte nicht gedacht, dass mein Praktikum so umfangreich werden würde.“ Trotzdem freue sie sich nun wieder auf die Schule.

Svenja Riedel entschied sich dafür, ihr Praktikum in der Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Wigger in Telgte zu machen. Sie hatte schon einige Erfahrungen in diesem Bereich, da sie im Sanitätsdienst der Schule tätig ist. Das war auch der ausschlaggebende Grund bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes. Ihr gefalle es im Praktikum sehr gut, und es mache ihr Spaß, mit Menschen zu arbeiten, erklärte sie am Montag. Vor allem die Aufgabe in ihrer ersten Praktikumswoche, Räume für Untersuchungen vorzubereiten, bereitete ihr viel Freude. Arbeiten an der Rezeption, wie zum Beispiel Karteikarten der Patienten zu sortieren, erledigte sie aber auch gerne. Insgesamt kann sie sich vorstellen, dies später auch zum Beruf zu machen, obwohl sie die langen Arbeitszeiten eher als unangenehm empfand.

Insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler absolvierten ihr Praktikum in der Geriatrischen Rehabilitationsklinik Maria Frieden. Dazu zählten Lisa Schied als Krankenpflegerin, Milena Bockelmann in der Ergotherapie und Christian Marbach, der als Haustechniker arbeitete. Die drei Jugendlichen Jocelyn Meyer , Jana Theilmeier und Philipp Brüning wählten den Bereich Physiotherapie. „Ich interessiere mich sehr für sportliche Aktivitäten mit Menschen und hielt daher diesen Praktikumsplatz für geeignet“, begründete Jocelyn Meyer ihre Entscheidung am Dienstag. Ihr gefalle das Praktikum aufgrund der eigenen Verantwortung, der Integration in das Team und der verschiedenen Aufgaben gut. Zu denen gehörte beispielsweise das Abholen von Patienten für deren Termine oder die Geräte im hauseigenen Fitnessstudio einzustellen.

„Was mir am meisten Spaß gemacht hat, ist die sogenannte Gruppentherapie, bei der wir mithalfen und zu der wir die Menschen abholten“, erzählte Jana Theilmeier. Ihre Vorstellungen von den zwei Wochen wurden ebenfalls erfüllt: „Meine Erwartungen waren vor allem, dass ich auch selbst Hand anlegen darf und dabei etwas lerne.“ Ihr gefalle die Selbstständigkeit und Verantwortung, die die drei Schüler in der zweiten Praktikumswoche zu übernehmen hatten, sowie die entspannte Arbeitsatmosphäre.

Der 16-jährige Philipp Brüning ist ebenfalls positiv überrascht. Die zusätzlichen Aufgaben wie Mithelfen beim Schwimmtraining oder das Geben von Tipps im Fitnessstudio fand er spannend und informativ. Er unterhielt sich gerne mit den Patienten, die sehr offen und freundlich seien. „Der Umgang mit älteren Menschen bereitet mir viel Freude und ist sehr interessant. Allerdings ist es hier anstrengender als in der Schule.“

Wie für die zwei Mädchen ist das für ihn keine Arbeit für das spätere Leben. Allen mache das Praktikum zwar sehr viel Spaß, aber für längere Zeit bräuchten sie mehr Abwechslung. In dieser Richtung würden aber alle gerne bleiben.

In einem ganz anderen Themenbereich war Lukas Minnebusch aus Westbevern tätig. Er absolvierte sein Praktikum beim Landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Milte. Zuvor arbeitete der 16-Jährige bereits freiwillig in der Landwirtschaft. Daher wusste er auch Bescheid, welche Aufgaben wohl anstehen würden. Auf dieses Unternehmen wurde er durch Bekannte aufmerksam. Ihm mache die Arbeit großen Spaß, erläuterte er. Maschinen in der Werkstatt zu pflegen und für den nächsten Tag vorzubereiten, war in den zwei Wochen nicht seine einzige Aufgabe. „Am liebsten fahre ich mit zu den Kunden und erledige die anfallenden Arbeiten auf den Äckern.“

Schon lange steht für den Schüler fest, dass er später in der Landwirtschaft arbeiten möchte. Durch das Betriebspraktikum erhielt er einen genauen Eindruck von der Branche. Ihm gefiel es im Unternehmen sehr gut, und er hatte viel Spaß. Doch beruflich möchte er lieber in einem anderen Bereich der Landwirtschaft tätig werden.

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