Generalkonsul hält Festrede am Einheitstag
Förderverein erstellt Dokumentation zu Fremdarbeitern

Telgte -

Der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin wird am 3. Oktober nach Telgte kommen, um dann in einer Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit den Festvortrag zu halten. Der Vorsitzende des Fördervereins Stupino-Telgte, Klaus Beck, hatte Schmagin in dessen Residenz in Bonn-Bad Godesberg persönlich die Einladung überreicht.

Samstag, 13.04.2013, 16:04 Uhr

Der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin wird am 3. Oktober nach Telgte kommen, um dann in einer Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit den Festvortrag zu halten. Der Vorsitzende des Fördervereins Stupino-Telgte, Klaus Beck , hatte Schmagin am Donnerstag in dessen Residenz in Bonn-Bad Godesberg persönlich die Einladung überreicht.

Beck und die Vorstandsmitglieder Norbert Reinert und Dr. Irina Krasnova nahmen im Generalkonsulat an einer Veranstaltung zum 20-jährigen Bestehen eines Abkommens mit Russland zur Kriegsgräberfürsorge teil. Als „sehr beeindruckend“ hat Beck eine szenische Lesung von Schülern einer russischen Schule aus Mainz empfunden, die Briefe von deutschen und russischen Soldaten vortrugen.

Der Festakt am Tag der deutschen Einheit wird von einem Kammerchor aus Stupino musikalisch begleitet. Rund 30 Mitglieder des Chores werden sich von Ende September an für eine Woche in Telgte aufhalten. Klaus Beck sucht dafür private Unterkünfte. Interessenten können sich bei ihm melden, ✆  24 56.

Der Förderverein Stupino-Telgte hat die Schicksale der Fremdarbeiter dokumentiert, die auf dem Telgter Friedhof begraben sind. Dabei handelt es sich laut Beck um 16 Sowjetrussen, sieben Polen und einen Griechen. Deren Lebensbilder seien inzwischen erarbeitet. Sie sollen in einer Broschüre zusammengefasst werden. Die Texte werden in der jeweiligen Landessprache der damaligen Fremdarbeiter veröffentlicht. Ein erstes Exemplar dieses Heftes wird Schmagin am 3. Oktober in Telgte überreicht.

„Wir wollen mit der Herausgabe der Broschüre deutlich machen, dass sich die Arbeit des Fördervereins nicht nur auf die Gestaltung des Hier und Jetzt beschränkt“, erklärte Klaus Beck. „Wir erinnern auch an das, was vergangen ist.“ Die Dokumentation wird den Titel tragen „In fremder Erde begraben“.

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