Reinigungsaktion von Clemensschülern
Stolpersteine erfahren mehr Aufmerksamkeit

Telgte -

Sie waren in dem Mosaikpflaster kaum noch zu erkennen. Doch jetzt stechen die bronzenen Stolpersteine in der Altstadt wieder aus dem Grauschwarz des Gehweges heraus. Schülerinnen und Schüler aus der 10b der Clemensschule haben sich am Mittwoch Einmalhandschuhe und Putzsocken übergestreift, um die in den Boden eingelassenen Erinnerungsplaketten zu säubern.

Mittwoch, 08.05.2013, 20:05 Uhr

Sinan Oyur, Sascha Poursafar und Jenny Jaspert wienerten in der Königstraße die Stolpersteine von Henriette und Siegfried Mildenberg sowie Karl-Heinz Steinkat blank.
Sinan Oyur, Sascha Poursafar und Jenny Jaspert wienerten in der Königstraße die Stolpersteine von Henriette und Siegfried Mildenberg sowie Karl-Heinz Steinkat blank. Foto: Greife

Auf den 13 Stolpersteinen sind die Namen von Telgter Juden zu lesen, die in den Vernichtungslagern der Nazis zu Tode kamen. Lehrerin Elisabeth Dörlemann hatte sich mit den Zehnern vorgenommen, die Aufmerksamkeit für die kleinen Metalltafeln zu erhöhen. Damit sie nicht so schnell wieder nachdunkeln, wurden sie mit Klarlack überzogen.

Die Aktion gehört zu dem Engagement, das die Hauptschule zum 775-jährigen Stadtjubiläum einbringt. „Wir wollen auf mindestens 775 Minuten kommen“, so Dörlemann.

Die Jugendlichen blendeten während der Reinigung das Schicksal derer, die auf den Steinen genannt sind, keineswegs aus. „Es war nicht gut, was damals passiert ist“, sagte Jens Emming . Und es sei wichtig, daran zu erinnern.

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