Friedensreiter machen Station
Einsatz für den Frieden hoch zu Ross

Telgte -

Auf ihrem Weg von Münster nach Osnabrück machten am Montag die Friedensreiter und ihre Begleiter auf dem Marktplatz Station und wurden von Bürgermeister Wolfgang Pieper begrüßt.

Montag, 22.07.2013, 17:07 Uhr

Die Pferde standen am Montagmittag unter den großen Schatten spenden Kastanien auf dem Marktplatz . Daneben parkten etliche „Stahlrösser“. Mit den Tieren und den Fahrräder sind zurzeit die „Friedensreiter“ unterwegs, eine Gruppe, die es seit Anfang der 80er Jahre gibt und die nach wie vor ein Mal im Jahr zu einem „Friedensritt“ aufbricht.

Kinder sind genauso dabei wie ältere Menschen. Die Kampagne „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“ wollen die Akteure mit ihrem Ritt unterstützen.

Am Samstag war die Gruppe in Münster gestartet. Gestern Morgen trudelte sie in Telgte ein. Dort wurde sie von Bürgermeister Wolfgang Pieper begrüßt. „Fühlen Sie sich in Ihrem Anliegen ernst genommen und wertgeschätzt“, sagte Pieper.

Zu der Gruppe gehört Schulamith Weil. „Der Friedensritt“, sagte sie im WN-Gespräch am Rande der Veranstaltung, „ist eine gute Mischung für alle, die gerne mit Pferden unterwegs sind, Spaß daran haben, draußen zu sein und mit anderen politisch denkenden Menschen Zeit zu verbringen. Vielleicht leisten wir einen klitzekleinen Beitrag dazu, dass der eine oder andere mehr nachdenkt.“

Unterstützt wurde die Gruppe von der Initiative „Telgte, links ab“. Auf deren Einladung hielt Michael Schulze von Glaßer mittags bei „Tante Lina“ einen Vortrag zum Thema „Soldaten im Klassenzimmer – die Bundeswehr an Schulen.“ Direkt auf dem Marktplatz war gegen 12 Uhr auch ein Theaterspiel zu sehen.

Die Gruppe „Reiten für den Frieden “ entstand in den 1980er Jahren in Stukenbrock. „Dort findet jedes Jahr ein Antikriegstag an der Kriegsgräberstätte statt: Blumen für Stukenbrock“, erläuterte Schulamith Weil vor etlichen Zuhörern, die zum Teil in den Cafés am Rande des Marktplatzes saßen und das Geschehen eher zufällig mitbekamen.

„1981“, erklärte sie weiter, „kamen auch Leute mit ihren Pferden an der Gedenkfeier teil“ – und es sei die Idee entstanden, jedes Jahr einen Wanderritt zu politischen Themen zu veranstalten.

Ohne Wenn und Aber setzt sich die Gruppe für den Stopp von Waffenexporten ein. „Jahrtausendelang eroberten Soldaten hoch zu Ross fremde Länder und unterdrückten andere Völker. Wir satteln unsere Pferde für Frieden, Abrüstung, Umwelt und Menschenrechte“, ist auf dem Flyer zu lesen, der auf dem Marktplatz verteilt wurde.

Wolfgang Pieper erinnerte daran, dass es 1983 auch eine Friedensdemonstration auf dem Marktplatz gegeben habe. „Der Bürgermeister ist damals nicht gekommen“. Das sei falsch gewesen.  

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