Telgter Unternehmen unterstützt Aktion
Mit Walen und Delfinen geschwommen

Telgte -

Die Telgter Firma MOS-Technologies, die erst kürzlich mit dem Transferpreis der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet wurde, engagiert sich in beispielhafter Weise in der Jugendförderung:

Freitag, 22.11.2013, 17:11 Uhr

Die Telgter Firma MOS-Technologies, die erst kürzlich mit dem Transferpreis der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet wurde, engagiert sich in beispielhafter Weise in der Jugendförderung: Der gerade einmal 17-jährige Arthur Schuppert aus Kürten im Bergischen Land konnte durch Unterstützung der Tüftler aus Telgte an einer Schüler-Forschungsexpedition auf die Azoren (Portugal) teilnehmen.

„Wenn du Bock auf Naturwissenschaften hautnah und handfest hast statt auf das Lehrbuch und bereit bist, viel Eigeninitiative einzubringen und dich mit Word und Powerpoint gut auskennst, dann bist du hier richtig“, resümiert der Schüler. Nach zwei Wochen kam Schuppert braun gebrannt, müde, aber voller Eindrücke wieder nach Hause.

Die Forschungsexpeditionen im Programm „Master MINT“ der gemeinnützigen Institut-für-Jugendmanagement-Stiftung Heidelberg (IJM) sind Expeditionen für zwölf- bis 18-Jährige naturwissenschaftlich interessierte Schüler, die im Team an spannenden Orten wie Nordkap, Azoren oder den Canyons der USA wissenschaftliche Forschungsprozesse selbst durchleben wollen. Schulleiterin Susanne Eckhardt hatte Arthur Schuppert die Teilnahme schon vor einem Jahr vorgeschlagen. Der schriftlichen Bewerbung im Herbst 2012 folgten aber erst einmal bange Monate des Wartens, bis tatsächlich die erhoffte Zusage kam.

Doch bis zur Abreise waren noch einige Hürden zu überwinden: Drittmittel zur Finanzierung der Expedition mussten „wie bei richtiger Forschung“ von den Teilnehmern selbst eingeworben werden. Das bedeutete 20 bis 100 selbst ausgewählte Unternehmen anzuschreiben – „möglichst natürlich welche, die man als innovationsfreudig und offen einschätzt“, berichtete der junge Mann.

„Leider sind solche Bitten von Schülern nur selten von Verständnis oder gar Erfolg gekrönt“, so Schuppert weiter. Umso größer war dessen Freude, als er bei Firma MOS-Technologies aus Telgte auf Sympathie für sein Projekt stieß.

Doch mit dem Geldeinwerben war es nicht getan. Parallel dazu mussten noch das Schnorcheltauchabzeichen und das DLRG-Rettungsschwimmabzeichen in Silber abgelegt werden – große Probleme für viele, aber keine allzu schwere Übung für den trainierten Karatekämpfer: „Das 25-Meter-Streckentauchen ohne Flossen war noch am schwierigsten“.

Dann ging es endlich los mit einem kurzen Kennenlerntreffen in Heidelberg und dem nächtlichen Abflug aller 22 Teilnehmer plus drei Betreuer von Frankfurt über Lissabon zur Insel Pico mitten im Atlantik. Zusätzlich wurde die Expedition fachlich von Roland Edler, einem international anerkannten Delfinexperten des Zoos Duisburg, begleitet.

In täglich wechselnd zusammengesetzten Kleingruppen wurden von der Jugendherberge aus die Themenbereiche Wale und Delfine, Fauna, Flora, Vulkanismus, Geografie und Klima, sowie Menschen, Kultur und Sprache mit Infrastruktur und Wirtschaft untersucht.

Das wurde zu einer geballte Portion Lebenserfahrung für die Jugendlichen, doch größere Konflikte, Cliquenbildung oder Unzuverlässigkeit tauchten erst gar nicht auf, weil die Gruppe extrem motiviert war: „Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich eine gute und effektive Zusammenarbeit zwischen Leuten ergibt, die sich vorher noch nie begegnet sind, die unterschiedlich alt sind, von verschiedenen Schulen aus verschiedenen Bundesländern kommen und nur die Motivation gemeinsam haben,“ resümiert Arthur.

Nicht nur Wale und Delfine durften die Schüler hautnah erleben, sondern auch zusätzlich Erfahrungen mit der Flora, Fauna und der Kultur der Insel Pico sammeln. Wer weiß schon, dass der Weinbau auf Pico Weltkulturerbe-Status besitzt oder dass die Meeressäuger selbst im Mittelatlantik schwer durch Zivilisationsmüll in Form kleiner oder größerer Plastikteilchen, aber auch durch Chemikalien, geschwächt sind oder wer hat schon einmal eine parasitenbefallene Karettschildkröte eigenhändig gesäubert?

Die Teilnehmer dokumentierten in zwölf Tagen nicht nur weit über tausend Wale und Delfine vom Schlauchboot aus, sondern katalogisierten auch nahezu hundert verschiedene Pflanzen- und Tierarten, interviewten Hunderte von Einheimischen und bestiegen den 2351 Meter hohen Vulkan Pico, den höchsten Berg Portugals.

Wer jetzt Lust auf eine solche Unternehmung der Extraklasse bekommen hat, kann sich auf www.master-mint.de informieren.

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