Lehrer schauen sich die örtlichen Betriebe an
Pauker als Praktikanten

Telgte -

„Ich bin begeisterter Zeitungsleser“, verrät Hendrik Schwarze gegen 9.30 Uhr an diesem Morgen. Für den Englisch- und Sportlehrer des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums war es daher klar, dass er die Gelegenheit beim Schopfe packt, als sich die Chance bot, den Redaktionsalltag in einer Tageszeitung für einige Stunden kennenzulernen. Die Lehrer des Gymnasiums besuchten gestern insgesamt 32 Betriebe in Telgte, um sich selber einen Eindruck von den Arbeitsabläufen vor Ort zu machen. Allerdings nicht hauptsächlich im persönlichen, sondern vor allem in dem Interesse der Schüler.

Freitag, 15.11.2013, 16:11 Uhr

„Wir haben festgestellt, dass viele Abiturienten, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht, orientierungslos sind“, sagte Ursula Hagelstange , Leiterin der Personalentwicklung bei der Firma Winkhaus, stellvertretend für eine Runde aus Firmenvertretern und Verwaltung, die sich am Morgen in bei Winkhaus in unmittelbarer Nähe zum Schulzentrum zusammengefunden hatte.

Diejenigen, die daran mitunter etwas ändern können, waren daher aufgefordert, sich zwei Betriebe zu wählen, die sie gestern genauer unter die Lupe nehmen durften.

Genau wie Hendrik Schwarze hatten auch Thomas Diesing, Bianca Dellmann, Kristina Kretzschmar und André Rudolph unter anderem den Besuch der Westfälischen Nachrichten gewählt.

Über das, was sie antrafen, waren die Lehrer durchaus erstaunt. Dass es für Schüler etwa durchaus gute Möglichkeiten gebe, als freier Mitarbeiter nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch hautnah in die Arbeitsweise eines Journalisten hereinzuschnuppern, war dabei nur ein wertvoller Tipp, den die Lehrer mit in die Klassenräume nehmen werden. „Mich hat vor allem die Gestaltungsfreiheit beeindruckt“, sagte Thomas Düsing. „Zu dem fällt mir auf, wie ausgeprägt hier im Team gearbeitet wird und wohl auch werden muss. Das ist gerade bei uns Lehrern nicht immer so“, stellte der 45-jährige Kunst- und Geschichtslehrer beim Blick auf die von den Redaktionsmitgliedern gegenseitig korrigierten Artikel fest.

Auch andere Lehrer lobten die Fortbildungsmaßnahme, die der örtlichen Wirtschaft helfen soll, Arbeitskräfte am Standort zu halten. „Ich unterrichte in Telgte , wohne aber in Münster . Es ist daher für mich eine große Chance, den Ort und die Arbeitgeber besser kennenzulernen“, so Stefanie Tebben.

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