Bildungsmesse in Telgte
Schulen werben um Schüler

Telgte -

Gut besucht war die Bildungsmesse für die Schüler der Haupt- und der Realschule. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich über weiterführende Angebote zu informieren.

Dienstag, 10.12.2013, 17:12 Uhr

„Wir machen das jetzt schon zum wiederholten Mal, zehn Messen waren es mindestens schon.“ Wolfgang Matschke , Organisator der Bildungsmesse für die Schüler der Real- und der Hauptschule, weiß selbst nicht mehr so genau, wann die erste Veranstaltung dieser Art stattgefunden hat. Doch er sieht es ähnlich wie Mitorganisatorin Elisabeth Glock . „Die Bildungsmesse ist eine Institution“, sagt die Hauptschullehrerin.

Wie in den Jahren zuvor war das Prinzip am Montagabend denkbar einfach: Berufsbildende Schulen aus dem Umkreis, vor allem aus Münster und Warendorf, stellten sich in der Aula des Schulzentrums rund 150 interessierten Schülern der Klassen neun und zehn sowie deren Eltern vor. „So können wir den Schülern auf einen Blick alle Angebote zeigen“, bringt Matschke das Konzept auf den Punkt. Vor allem für die Zehntklässler sei die Veranstaltung eine Weichenstellung, da sie sich mit dem kommenden Halbjahreszeugnis an den Schulen bewerben müssen.

An diesem Punkt ist auch die Realschülerin Nadine Schulze angelangt: Sie strebt eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten an und informiert sich deshalb speziell über diese Angebote. „Das hat mich schon von klein auf interessiert, und ich habe auch schon einige Praktika gemacht“, erzählt sie. Außerdem kennt sie Teile des Berufsbildes schon aus ihrer Tätigkeit als Schulsanitäterin.

Dass die Schüler sehr interessiert an den Angeboten sind, bemerken auch die Vertreter der ausstellenden Bildungsanstalten. „Wir haben jedes Jahr neue Schüler aus Telgte “, erzählt beispielsweise Paul Meltz vom Ketteler-Berufskolleg aus Münster, das auf Agrarberufe und Tätigkeiten in den Bereichen Bau-, Holz- und Fahrzeugtechnik spezialisiert ist. Auf die Organisation der Telgter Messe angesprochen, gerät Meltz ins Schwärmen: „Telgte ist die am besten organisierte Veranstaltung dieser Art.“

Diese Einschätzung trifft bei manchen Eltern nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. „Die Idee der Bildungsmesse ist gut, aber zumindest einige Schulen bringen zu wenige Ansprechpartner mit“, kritisierte eine Mutter.

Alle Hände voll zu tun hatten die Vertreter des Paul-Spiegel-Berufskollegs, die gleich mit drei Lehrern gekommen waren. „Bei uns war eine Menge los“, resümiert Arnold Kottenstedde.

Nach nur einer Stunde ebbt der große Andrang wieder ab. Nicht etwa, weil der Hausmeister die Türen abschließen will: „Viele Schüler suchen sich schon im Vorfeld die für sie passende Schulen heraus und gehen gezielt auf diese zu. Deshalb dauert es häufig nicht lange“, hat Wolfgang Matschke eine Erklärung. Eine Wiederholung der Messe im kommenden Jahr wird es geben. „Wir kommen wieder“, verspricht Paul Meltz vom Ketteler-Berufskolleg.

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