Dorfwerkstatt in Westbevern
Die Zukunft kann kommen

Westbevern -

„Das war eine sehr gelungene Veranstaltung“, sagte Friederike von Hagen-Baaken. Die Vorsitzende des Westbeverner Krinks war sich diesbezüglich mit dem Großteil der rund 200 Interessenten aller Altersstufen einig. Die Dorfwerkstatt mit dem Titel „Westbevern 2030 – Zukunft gestalten“ war am Dienstagabend nicht nur hervorragend besucht, sondern es wurden wie erhofft zahlreiche Ideen für die Entwicklung des Dorfes und der Gemeinschaft der 3800 Einwohner entwickelt.

Donnerstag, 13.03.2014, 06:03 Uhr

„Das war eine sehr gelungene Veranstaltung“, sagte Friederike von Hagen-Baaken. Die Vorsitzende des Westbeverner Krinks war sich diesbezüglich mit dem Großteil der rund 200 Interessenten aller Altersstufen einig. Die Dorfwerkstatt mit dem Titel „ Westbevern 2030 – Zukunft gestalten“ war am Dienstagabend nicht nur hervorragend besucht, sondern es wurden wie erhofft zahlreiche Ideen für die Entwicklung des Dorfes und der Gemeinschaft der 3800 Einwohner entwickelt. Dabei ging es, wie von Hagen-Baaken eingangs erklärt hatte, um das „Was“ und nicht um das „Wie“, also um die Entwicklung von Visionen und Ideen, die sich bewusst nicht am Machbaren orientieren sollten.

Unterstützt von Prof. Thomas Baaken von der Fachhochschule Münster , Fachrichtung Marketing, und fünf seiner wissenschaftlichen Mitarbeiter erarbeiteten die Westbeverner in sechs Arbeitsgruppen im „open-space-Verfahren“, bei der jeder in jeder Gruppe mitarbeiten und mitsprechen sollte und konnte, Ideen, wie Westbevern sich zukunftsfähig darstellen könnte. Themenschwerpunkte waren „Infrastruktur und Verkehr“, „Versorgung“ (Arzt, Geschäfte etc.), „Miteinander der Generationen“, „Bildung und Freizeit“, „Tourismus und Marketing“ sowie „Zukunft des Schulgebäudes Vadrup“. Nach einstündiger, intensiver Gruppendiskussion wurden die Ergebnisse schließlich wieder im Plenum in der Aula der Grundschule präsentiert, aufmerksam verfolgt von Bürgermeister Wolfgang Pieper und etlichen Kommunalpolitikern.

Der Wunschkatalog war lang und reichte – hier in Auszügen – von der verbesserten Busverbindung über die Schaffung neuer Wohngebiete, der Sicherung der ärztlichen Versorgung, weiteren Angeboten von Geschäften, einem gemeinsamen Jugend- und Seniorenzentrum, einem offenen Jugendtreff, neuen Angeboten für Mädchen bis zur Sicherung von VHS- und Musikschulangeboten. Und beim Thema Nachnutzung der Vadruper Grundschule waren sich die Anwesenden einig, dass zunächst der status quo gewahrt bleiben müsse, um dann ein Kultur- und Begegnungszentrum sowohl für Jugendliche und junge Familien sowie auch für Senioren und Vereine zu entwickeln. Den Tourismus fördern bei der Erhaltung des dörflichen Charakters des Ortes war ein weiteres Anliegen der Versammlung.

Das im Workshop Angedachte wird nun von Prof. Baaken und seinen Mitarbeitern verschriftlicht und im Internet veröffentlicht. Dann sollen, so Friederike von Hagen-Baaken, Arbeitsgruppen gebildet werden, „in denen jeder, der Interesse hat, mitarbeiten kann“, um aus den Ideen konkretere Ergebnisse zu produzieren. Die Krink-Chefin hob hervor, dass dies ein längerer Prozess werden wird. „Manchmal schaffen wir nur kleine Schritte. Aber die sollten in die richtige Richtung gehen“, machte von Hagen-Baaken klar, dass es ohne Ziel nicht gehe. „Aber wir haben vielfach bewiesen, dass wir gemeinsam stark sind und viel für das hoffentlich noch enger zusammenwachsende Dorf und Vadrup erreichen können.“

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