Restaurierung des Gnadenbildes
Pietà soll im Winter in die „Kur“

Telgte -

Das Gnadenbild wird im Winterhalbjahr wahrscheinlich aufwendig untersucht und restauriert. Das jedenfalls wird die Diplom-Restauratorin Marita Schlüter in den nächsten Tagen dem Bistum sowie den Verantwortlichen der Gemeinde St. Marien vorschlagen.

Freitag, 25.04.2014, 12:04 Uhr

Gestern untersuchte sie die Pietà eingehend und nahm bereits einige kleinere Erhaltungsmaßnahmen vor, damit das Gnadenbild zumindest für die am Samstag beginnende Wallfahrtszeit gut gerüstet ist.

Die Expertin betreut seit zehn Jahren für das Bistum die Pietà und weiß um die Knackpunkte bei diesem ihrer Meinung nach „einzigartigen Werk“. Zwar sei es mit den regelmäßigen jährlichen Kontrollen und kleineren Restaurierungsmaßnahmen gelungen, den Ist-Zustand zu konservieren, allerdings ist eine grundlegendere Maßnahme aus Sicht der Restauratorin auf Dauer unumgänglich.

Zuletzt war das Gnadenbild vor mehr als 20 Jahren von John Farnsworth aufwendig untersucht und restauriert worden. Dabei war in dem Bildnis auch eine alte Reliquie entdeckt worden.

„Das Problem ist unter anderem, dass das Gnadenbild aus mehreren Holzblöcken besteht, die natürlich bei Temperaturänderungen oder anderen äußeren Einflüssen arbeiten“, erläutert die Expertin. Ein weiteres Problem ist ihrer Meinung nach die Verrußung durch die in der Kapelle brennenden Kerzen.

An etlichen Stellen trug Marita Schlüter bereits am Donnerstag solche Rußpartikel ab. Im Rahmen einer umfangreichen Sanierung soll das Problem aber grundlegender angegangen werden. „Nach einer solchen Maßnahme könnte dann beispielsweise die schöne Borte oder das ursprüngliche Blau des Mantels der Pietà wieder besser zur Geltung kommen“, sagt die Fachfrau.

Gleichzeitig müssten diese Maßnahmen aber auch von Veränderungen in der Kapelle flankiert werden, erläutert Marita Schlüter. Da im Winterhalbjahr auch eine grundlegende Sanierung des Bauwerkes anstehe, würde sich etwa eine Optimierung der Rußabsauganlage anbieten.

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