Hygi-Umzug in den Kiebitzpohl
Gigantischer Komplex

Telgte -

„Das ist eines der größten Bauprojekte in der Geschichte des Kreises Warendorf“, betonte Landrat Dr. Olaf Gericke und unterstrich damit die Bedeutung des gestrigen Termins. Gemeint ist damit die Umsiedlung der Firma Hygi.de vom Orkotten in den Kiebitzpohl.

Dienstag, 17.02.2015, 18:02 Uhr

Denn dort wird in den nächsten Monaten eine Lagerhalle entstehen, die sämtliche Telgter Dimensionen sprengt. 125 Meter lang und 108 Meter breit wird das neue Logistikzentrum des Online-Versenders. Hinzu kommen Büroflächen für bis zu 150 Mitarbeiter. 14,5 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt. Und, falls das Telgter Unternehmen der Geschäftsführer Christian und Daniel Bleser sowie Ralf Penning weiter so stark expandiert, hat das Trio bereits vorgesorgt: Mehr als zwei Hektar sind zusätzlich als Optionsfläche bis 2020 reserviert. Erste Pläne für eine mögliche Erweiterung gibt es bereits. „Man sollte schließlich immer vorsichtig optimistisch sein“, sagte Christian Bleser auf WN-Nachfrage.

Bereits in den nächsten Tagen wird der Spatenstich für den gigantischen Neubau erfolgen. Das ist notwendig, denn der Bauzeitenplan ist eng gesteckt. Bereits im März kommenden Jahres soll das Objekt fertig sein. Mit mehr als 100 Mitarbeitern und über 40 000 Artikeln will Hygi .de dann an den neuen Standort umziehen.

Bürgermeister Wolfgang Pieper war die Freude über den Umzug am Ort durchaus anzusehen, auch wenn er in den vergangenen vier Jahren, seit Beginn der Verhandlungen mit Hygi, „immer daran geglaubt“ habe. „Denn es geht hier nicht in erster Linie um Gewerbesteuern, sondern um Arbeitsplätze“, betonte er – nicht zuletzt mit Blick auf die mehr als 30 Auszubildenden, die aktuell bei Hygi beschäftigt sind.

Dass Telgte als Standort nie ernsthaft zur Disposition gestanden habe, ließ Geschäftsführer Christian Bleser durchblicken. „Dann hätten wir sicherlich einen Teil der hoch qualifizierten Mitarbeiter verloren, die Telgte und die Nähe nach Münster schätzen“.

Landrat Dr. Olaf Gericke , der zusammen mit Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, zum Pressetermin gekommen war, lobte das Projekt als gelebte Wirtschaftsförderung, bei der lösungs- und nicht problemorientiert gearbeitet worden sei.

Der Hallenkomplex wird übrigens nicht groß in die Höhe gehen, sondern mehr in die Fläche. Das Unternehmen setzt darauf, dass Lagermitarbeiter die mehr als 40 000 Artikel aus den Regalen holen und keine voll automatisierten Stapler. Begleitet wird dieses System von einer entsprechenden Technik, die die Mitarbeiter beim Wiederfinden der Artikel und Abarbeiten der Aufträge unterstützt. 

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