Jakobsweg eröffnet
„Gastlich zu Pilgern sein“

Telgte -

Zumindest für einige Stunden wurde die Emsstadt am Freitagnachmittag zum Zentrum der Jakobspilger. Denn unter großer Beteiligung, mehr als 500 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, wurde das fünfte und letzte westfälische Wegstück eröffnet. Dieses führt von Bielefeld über Telgte und Münster nach Wesel und von dort weiter nach Santiago de Compostela.

Freitag, 08.05.2015, 17:05 Uhr

LWL-Direktor Matthias Löb schnitt im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Pieper und Landrat Dr. Olaf Gericke symbolisch zur Eröffnung des neuen Jakobsweges in Telgte ein Band durch.
LWL-Direktor Matthias Löb schnitt im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Pieper und Landrat Dr. Olaf Gericke symbolisch zur Eröffnung des neuen Jakobsweges in Telgte ein Band durch. Foto: Große Hüttmann

Während etliche der Offiziellen lediglich den kurzen Weg vom Rathaus bis zu Clemenskirche zurücklegten, hatte sich eine rund 120-köpfige Gruppe von Pilgern, darunter viele Telgter, bereits am Hof Weglage auf den Weg gemacht.

Unter ihnen war zum Beispiel Petra-Maria Lemmen . Die Pastoralreferentin ist seit sechs Jahren beim sogenannten Samstagspilgern mit einer Gruppe aus der Gemeinde auf den westfälischen Jakobswegen unterwegs. Sie wollte es sich, genauso wie andere, nicht nehmen lassen, die Premiere auf Telgter Boden mitzuerleben.

Bürgermeister Wolfgang Pieper würdigte in einer Ansprache das Pilgern als Zeugnis eines gelebten Glaubens, das seinen festen Platz in der Emsstadt habe. Er dankte dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Altertumskommission für ihre akribische Arbeit, um historische Wanderwege wieder lebendig werden zu lassen.

„Pilgern passt zum Kreis Warendorf “, war sich Landrat Dr. Olaf Gericke sicher. Neben dem Reiten und Radfahrern sei das ein weiterer Schwerpunkt im Angebot. LWL-Direktor Matthias Löb wiederum betonte, dass die Wissenschaft in diesem Fall eine sehr konkrete Hilfe gewesen sei, indem sie die alten, oftmals im wahrsten Sinne des Wortes verschütteten Wegstücke wieder ausfindig gemacht habe.

„Unsere Aufgabe als Christen, egal welcher Konfession, ist es, einfach gastlich zu sein, unaufdringlich selbst Zeugnis zu geben und, wenn gewünscht, den Pilgern unsere Wegbegleitung anzubieten“, schrieb Propst Dr. Michael Langenfeld den Telgtern in seiner Predigt ins Stammbuch. Zusammen mit Pfarrerin Sabine Elbert gestaltete er eine Andacht, in der der Propsteichor sang.

In Anschluss daran fand rund um Kirche und Museum Religio ein Fest der Begegnung statt.

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