Erinnerung und Mahnung verabschiedet ehemalige Vorstandsmitglieder
Geschenk zum Abschied

Telgte -

Der Verein Erinnerung und Mahnung hat vier langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet, die den Verein entscheidend mitgeprägt haben. Adalbert Hoffmann, Klaus Beck (jeweils Vorsitzender), Marianne Michels (Schriftführerin) und Petra Reimann (Beisitzerin) bekamen von der neuen Vorsitzenden, Dr. Dorothea Beck je eine Mesusa überreicht.

Montag, 20.07.2015, 06:07 Uhr

Erinnern und mahnen ist ein gemeinsames Interesse: Dorothea Beck, Adalbert Hoffmann, Petra Reimann, Arnold Michels, Marianne Michels und Klaus Beck.
Erinnern und mahnen ist ein gemeinsames Interesse: Dorothea Beck, Adalbert Hoffmann, Petra Reimann, Arnold Michels, Marianne Michels und Klaus Beck. Foto: Meyer

Der Verein Erinnerung und Mahnung hat vier langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet, die den Verein entscheidend mitgeprägt haben. Adalbert Hoffmann , Klaus Beck (jeweils Vorsitzender), Marianne Michels (Schriftführerin) und Petra Reimann (Beisitzerin) bekamen von der neuen Vorsitzenden, Dr. Dorothea Beck je eine Mesusa überreicht. Der Haussegen für gläubige Juden hatte länger als erwartet für seinen Weg aus Israel gebraucht, sodass die Verabschiedung etwas später als ursprünglich geplant vorgenommen werden musste, erklärte Dorothea Beck.

Die Mesusa besteht, je nach Vermögen, aus Edelmetall oder Holz und ist ein länglicher Kasten, in den ein handgeschriebenes Pergament gelegt wird. Beim Betreten oder Verlassen des Hauses wird sie von gläubigen Juden berührt.

Der neue Vorstand des Vereins ist indes bereits tätig geworden. Neben der Reinigung von Stolpersteinen sind auch Veranstaltungen in Planung. Neben Besuchen in Warendorf im Westpreußischen Landesmuseum , in Münster Synagoge sowie einer Führung durch die neue Villa ten Hompel. Zudem prüfen die Verantwortlichen derzeit, ob 2016 eine Reise nach Riga stattfinden kann. Telgte ist seit Jahresbeginn Mitglied im Riga-Komitee. Zuletzt wurde dort ein Erinnerungsstein für Telgte aufgestellt. „Das würden wir uns gerne vor Ort ansehen“, sagt Dorothea Beck.

Zudem möchte der Verein in Zukunft Angebote für Telgter im Kinder- und Jugendlichenalter machen. „Konkret ist in diesem Bereich aber noch nichts, daran müssen wir noch arbeiten“, so die Vorsitzende.

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