Heimatverein Telgte saniert Sitzbänke
Letzte Schraube eingedreht

Telgte -

Konrad „Conny“ Runde setzte den Handbohrer zum letzten Mal an, um eine Sitzbank zu „beschriften“. Es war das Schild mit der Nummer 267, das gestern Nachmittag im Beisein der Vorsitzenden des Heimatvereins, Margarete Große Kleimann, Vorstandsmitglied Willi Hemann, Klaus Odendahl, Christel Lepold, Wolfgang Nolte und Klar Berger eingeschraubt wurde.

Freitag, 09.10.2015, 16:10 Uhr

Die letzte Bank, hier am Eichenweg, wurde von Mitgliedern des Heimatvereins beschriftet. Mit dabei (oben v.l.) waren Konrad Runde, Klaus Odendahl, Tobias lütke Zutelgte mit Sohn Joshua, Wolfgang Nolte, Willi Hemann und Karl Berger sowie (sitzend v.l.) Vereinsvorsitzende Margarete Große Kleimann und Christel Lepold.
Die letzte Bank, hier am Eichenweg, wurde von Mitgliedern des Heimatvereins beschriftet. Mit dabei (oben v.l.) waren Konrad Runde, Klaus Odendahl, Tobias lütke Zutelgte mit Sohn Joshua, Wolfgang Nolte, Willi Hemann und Karl Berger sowie (sitzend v.l.) Vereinsvorsitzende Margarete Große Kleimann und Christel Lepold. Foto: Biniossek

Konrad „Conny“ Runde setzte den Handbohrer zum letzten Mal an, um eine Sitzbank zu „beschriften“. Es war das Schild mit der Nummer 267, das gestern Nachmittag im Beisein der Vorsitzenden des Heimatvereins, Margarete Große Kleimann, Vorstandsmitglied Willi Hemann , Klaus Odendahl, Christel Lepold, Wolfgang Nolte und Klar Berger eingeschraubt wurde. Mit dabei war zudem Tobias lütke Zutelgte von der Firma BSW Anlagebau aus Everswinkel als Sponsor.

In den vergangenen eineinhalb Jahren haben engagierte Ehrenamtliche des Heimatvereins insgesamt 267 Ruhebänke auf Gemeindegebiet repariert, restauriert, einzementiert und neu aufgestellt. „Wir sind diesbezüglich einen Vertrag mit der Stadt Telgte eingegangen“, berichtete Conny Runde und blickte zurück: Im Winter 2013/2014 hätten Mitglieder des Heimatvereins festgestellt, dass auf städtischem Gebiet viele Bänke defekt oder verschmutzt waren, an vielen Orten auch welche fehlten. „Wir haben der Stadt dann angeboten, für die Pflege und Unterhaltung verantwortlich zeichnen zu wollen.“ Mitte 2014 wurde ein diesbezüglicher Vertrag unterzeichnet, der sowohl die Stadt als auch den Bauhof deutlich entlaste, so Runde weiter.

Die Arbeiten gestalteten sich umfangreich. In der Werkstatt von Karl Berger in Raestrup wurden zahlreiche Bänke auf Vordermann gebracht (wir berichteten) und aufgestellt. Insgesamt 36 Mitglieder konnten als Bankpaten gefunden werden, die „ihre“ Bänke regelmäßig kontrollieren und Beschädigungen melden. „Die Begeisterung war groß und sie hält weiter an“, freute sich Margarete Große Kleimann über das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder.

Nach dem Vorbild des Westbeverner Krink und aus Saerbeck ergänzte der Heimatverein jede Bank zusätzlich mit einer Nummer. So können Verunglückte oder Verunfallte Rettungskräften mitteilen, wo sie sich genau befinden. „Wir haben ein Bank-Kataster mit genauen Koordinaten erstellt, sodass jeder Standort gelistet ist“, berichtete Runde.

Das Problem ist derzeit, dass die Kreisleitstelle noch nicht in der Lage ist, diese Bankdaten an Rettungskräfte weiterzugeben. „Wir haben deshalb Gespräche mit dem Kreis gesucht“, so Konrad Runde. Er ist zuversichtlich, dass im Zuge der Neuausrichtung der Kreis-Rettungsleitstelle diese Sitzbank-Daten für ein Notarztsystem zukünftig mit aufgenommen werden. Schließlich stünden weitere Gemeinden wie Oelde oder Beckum in den Startlöchern, ebenfalls solche Bankleitsysteme auf ihrem Gebiet einzurichten.

Die Arbeit mit den Sitzgelegenheiten auf Telgter Gebiet ist mit der Aktion am Eichenweg keineswegs beendet. „Die Arbeitsliste ist lang, Bankpaten melden immer wieder Beschädigungen, auch durch Vandalismus, Verdreckungen oder sonstiges. Dem gehen wir zeitnah nach“, sagte der ehemalige Ratsherr Conny Runde. Alleine in diesem Jahr seien 57 Reparaturarbeiten vorgenommen worden, berichtete er weiter. Und ein Ende dieser Tätigkeit ist nicht in Sicht.

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