Fahrradwerkstatt in Westbevern
„Immer etwas zu tun“

Telgte -

Gut angelaufen ist das Projekt, dass Zib und Krink gemeinsam betreiben.

Donnerstag, 14.07.2016, 15:07 Uhr

Mit Unterstützung von Arno Zubrägel bekam der 14-jährige Luc sein geliebtes Zweirad in der Fahrradwerkstatt wieder verkehrssicher gemacht.
Mit Unterstützung von Arno Zubrägel bekam der 14-jährige Luc sein geliebtes Zweirad in der Fahrradwerkstatt wieder verkehrssicher gemacht. Foto: Niemann

Luc hat sein Fahrrad zur Fahrradwerkstatt mitgebracht, um es zusammen mit Fachmann Arno Zubrägel wieder fahrtüchtig zu machen. Es sind nur Kleinigkeiten am Vorderrad zu beheben, daher dauert es auch nicht lange, ehe Luc sein Zweirad wieder vom Haken nehmen kann. Der 14-Jährige freut sich, dass er wieder sicher mobil ist: „Ich möchte auch mithelfen, wenn andere Fahrräder überholt werden. Das macht mir Spaß und man kann lernen, was rund um das Fahrrad notwendig ist.“

Arno Zubrägel (Zib) und Albert Harmann (Krink) freuen sich sichtlich über die Worte des Jugendlichen. Sie helfen bei der Reparatur gebrauchter Fahrräder in der Verantwortung des Westbeverner Krink und in Zusammenarbeit mit Zib, die die Werkstatt an der Grevener Straße 44 a (gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus im Dorf) eingerichtet haben. Und sie freuen sich, dass die Sache seit der Eröffnung im April so gut angelaufen ist. Es gebe jeden Mittwoch zur Öffnungszeit zwischen 15 und 17 Uhr etwas zu tun, um gemeinsam mit Fahrradbesitzern den fahrbaren Untersatz wieder nach allen Facetten der Sicherheit auf die Straße zu bringen. Dazu müssen die Räder zunächst auf Verkehrssicherheit überprüft werden, was bedeutet, Licht, Bremsen und Reifen zu checken.

Die Werkstatträume wurden von der Familie Noesler zur Verfügung gestellt. Die Krinkrentner haben sie eingerichtet und zum Teil ausgestattet. „Mit Ersatzteilen sind wir dank Spenden derzeit gut bestückt, wer aber Dinge, die Fahrräder betreffen, übrig hat, der kann sie uns für die Weiterverarbeitung gerne zur Verfügung stellen“, sagt Albert Harmann.

Für die Helfer gilt es auch die gespendeten Fahrräder, die es inzwischen in reichlicher Anzahl gibt, auf Vordermann zu bringen, damit sie dann gegen eine Pfandgebühr ausgegeben werden können. „Es sind gut erhaltene Damen-, Herren- und Kinderfahrräder, die zeitlich überschaubar wieder flott gemacht werden können. Die, bei denen es sich nicht mehr lohnt, werden zerlegt und als Ersatzteillager genutzt“, sagt Zubrägel.

Auch Kinderroller wurden zur weiteren Verwendung gebracht. Alles mit dem Ziel, Flüchtlinge mobil zu machen. Parallel wird Steffi John von Zib die gebrachten und überholten Fahrräder registrieren und vornehmlich an Flüchtlinge ausgeben.

Da immer weiter gebrauchte Fahrräder, auch für Kinder in allen Größen, und Ersatzteile benötigt werden, bitten Die Vereine Krink und Zib um weitere Spenden sowie auch um Zubehör wie Fahrradhelme und Schlösser. Die Spenden können jederzeit bei Albert Harmann, erreichbar unter ✆ 89 42, abgegeben werden.

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