VHS-Angebot
Exoten zum Verlieben

Telgte -

Zwei Tage verbrachten Kinder aus Telgte mit Lamas und Alpakas auf dem Hof Tieskötter. Das Ganze war ein Angebot in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.

Dienstag, 16.08.2016, 17:08 Uhr

Zwei Lamas, das sind die etwas größeren Tiere, und vier Alpakas durften diese Kinder am Montag und Dienstag im Rahmen eines VHS-Kurses auf dem Hof Tieskötter führen.
Zwei Lamas, das sind die etwas größeren Tiere, und vier Alpakas durften diese Kinder am Montag und Dienstag im Rahmen eines VHS-Kurses auf dem Hof Tieskötter führen. Foto: Große Hüttmann

Johanna striegelt das Fell von „Otto“, einem Lama, mit einer schier unendlichen Geduld. „Man muss bei diesen Tieren mehr beachten als bei Pferden“, sagt die Elfjährige, die in ihrer Freizeit gerne reitet und daher diesen Vergleich ziehen kann. „Es macht einfach großen Spaß, mit diesen außergewöhnlichen Tieren umzugehen“, ergänzt die 13-jährige Laura, die ebenfalls Erfahrungen im Umgang mit Pferden hat.

Beide Mädchen gehören zu einer Gruppe von sechs Kindern, die derzeit auf dem Hof von Ulrike Tieskötter in der Bauerschaft Bester Feld an einem VHS-Kursus für junge Lama- und Alpakafreunde teilnehmen.

Ulrike Tieskötter lächelt, als die Mädchen das sagen. „Am Montag haben die Teilnehmer viel über Lamas und Alpakas gehört, etwa über ihre Herkunft und ihre Besonderheiten“, sagt die „zertifizierte Fachkraft für tiergestützte Interventionen“. Viel scheint dabei hängen geblieben zu sein, denn die Teilnehmer des VHS-Kurses wissen noch mehr zu berichten. Unter anderem haben sie sich mit der unterschiedlichen Wolle verschiedener Tierarten beschäftigt.

Am Dienstag ging es ganz praktisch zu. Die sechs Teilnehmer hatten die Möglichkeit, jeweils eines der Tiere zu führen und den gesamten Vormittag über zu betreuen. „Das Aufhalftern ist etwas schwieriger als bei einem Pferd“, sagt Johanna. Und auch wenn anfangs das eine oder andere Tier seinen Kopf durchsetzen wollte, schnell übernahmen die Jugendlichen das Führen. „Das ist einfach nur toll“, ist das einhellige Urteil der Kursteilnehmer.

Ulrike Tieskötter freut das. Sie setzt die Tiere, die eigentlich aus dem Hochland kommen, aber seit einiger Zeit in der Telgter Bauerschaft leben, auch für die Arbeit mit Behinderten oder anderen Gehandicapten ein. „Meist bricht das Eis dann sehr schnell“, weiß sie aus Erfahrung.

Eigentlich ist sie durch Zufall auf die Tiere gekommen. „Ein Pony wollten wir damals noch nicht für unsere Kinder“, sagt sie. Bald schon kamen daher die ersten Alpakas auf den Hof. Längst sind die Tiere aus dem Alltag der Familie nicht mehr wegzudenken, auch wenn doch noch Ponys dazugekommen sind.

Und auch die jungen Kursteilnehmer hatten am Ende Schwierigkeiten, sich von „ihrem Tier“ zu trennen.

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