Willkommenshaus für Flüchtlinge
Grundstück ist bereits gekauft

Westbevern -

Die Überlegungen für ein Willkommenshaus sind einen Schritt weiter gekommen: Die Stadt hat im Dorf, gegenüber der Feuerwache, ein Gartengrundstück erworben, auf dem das Gebäude entstehen soll.

Samstag, 03.09.2016, 13:09 Uhr

Auf diesem Grundstück in Westbevern-Dorf, gegenüber der Feuerwache, soll nach WN-Informationen das Willkommenshaus gebaut werden.
Auf diesem Grundstück in Westbevern-Dorf, gegenüber der Feuerwache, soll nach WN-Informationen das Willkommenshaus gebaut werden. Foto: Große Hüttmann

Die Überlegungen für ein Willkommenshaus sind einen Schritt weiter gekommen: Die Stadt hat im Dorf, gegenüber der Feuerwache, ein Gartengrundstück erworben, auf dem das Gebäude entstehen soll. Möglich gemacht wurde der Kauf durch Spenden aus der Bevölkerung. Rund 153 000 Euro sind bislang für das Projekt zusammengekommen, einen Teil davon hat das Ehepaar Bauer gespendet (WN berichteten). Zudem setzt sich das MSM-Orchester unter Leitung von Winfried Osthues immer wieder für das Projekt ein.

Die Verwaltung hat nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Pieper bereits weitere Vorbereitungen für die Realisierung getroffen: Die Planungen für das Gebäude, in dem es neben regulären Wohnungen auch einen gemeinschaftlich nutzbaren Raum für Sprachkurse, Kinderbetreuung, Treffen und Begegnungen und andere Aktivitäten geben soll, seien bereits in Auftrag gegeben worden. Ein erstes Zwischenergebnis wurde im Gestaltungsbeirat vorgestellt und anschließend weiter bearbeitet.

„Aktuell läuft die Abstimmung zum Bauantragsverfahren“, sagt Pieper. Parallel dazu sei über die Wohnbauförderung beim Kreis Warendorf ein Antrag auf Förderung des Willkommenshauses durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt worden. Grundlage hierfür ist nach Angaben des Bürgermeisters die „Richtlinie zur Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge“.

Nachdem das Förderprogramm für das Kreisgebiet zunächst deutlich überzeichnet gewesen sei, das heißt, es lagen viel mehr Anträge vor als Mittel verfügbar waren, sei es dem Kreis gelungen, weitere Mittel beim Land NRW zu erhalten, betont die Verwaltung. „Wir warten daher einerseits auf eine Entscheidung über den Förderantrag, andererseits kann diese aber erst getroffen werden, wenn eine Baugenehmigung für das Wohngebäude vorliegt. Beide Stränge des Verfahrens hängen also miteinander zusammen und bedingen sich gegenseitig, und beide Stränge sind eben auch derzeit noch nicht entscheidungsreif“, sagte Pieper auf WN-Anfrage. Sobald sich in dieser Frage Klarheit einstelle, würden die Ratsgremien informiert und die Pläne öffentlich vorgestellt.

Die Förderung des Landes sei im Wesentlichen eine reine Darlehensförderung, ein kleiner Zuschuss wird durch einen Tilgungsnachlass von 20 Prozent gewährt. „Insofern kann auch der vorhandene Spendentopf zu einer besseren Realisierung des Willkommenshauses beitragen“, betont der Bürgermeister.

Froh über die Schritte ist Arnold Michels, Vorsitzender des Vereins Zib. „Wir sind eng mit der Verwaltung in Kontakt und freuen uns auf das Projekt“, sagt er. Dass das Willkommenshaus nach Westbevern kommt, sieht er als eine „Stärkung des Ortsteils“ an. Zudem bedeute diese Entscheidung, dass die Flüchtlinge, die im Dorf und Vadrup untergebracht seien, kurze Wege hätten. Geplant ist, dass Zib Angebote vor Ort machen soll.

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