Breitbandprojekt
Glasfaserversorgung in Eigenregie

Westbevern -

Westbevern soll Glasfaser-Internetanschlüsse bekommen. Doch in den Außenbereichen ist das schwieriger. Jetzt haben sich die Anwohner im Bereich hinter der Bahn in Vadrup zusammengetan.

Freitag, 28.10.2016, 13:10 Uhr

Ein Teil der Initiatoren, die den Glasfaserausbau in Vadrup jenseits der Bahnlinie voranbringen wollen, zusammen mit Lennart Götte (l.) von der Deutschen Glasfaser.
Ein Teil der Initiatoren, die den Glasfaserausbau in Vadrup jenseits der Bahnlinie voranbringen wollen, zusammen mit Lennart Götte (l.) von der Deutschen Glasfaser. Foto: Große Hüttmann

Von einer Datenautobahn kann Reinhard Wendker nur träumen, er hat eher einen Daten-Feldweg zur Verfügung. Denn der Bewohner der Bauerschaft Schultenhook kommt meist nur auf 1 MBit Datendurchsatz. „Und wenn es nach 17 Uhr ist, dann geht die Geschwindigkeit oft noch weiter in den Keller“, sagt der Unternehmer.

Er und zwölf andere Anlieger aus den Gebieten hinter der Bahn in Vadrup – das sind die Bauerschaften Borgesch, Schultenhook, Voßhaar und Wiewelhook – haben sich zusammengeschlossen, um nach Möglichkeit auch dort Glasfaser zu bekommen. Denn die Bauerschaften gehören nicht zu den Bereichen, in denen das Konzept der Deutschen Glasfaser normalerweise umgesetzt wird.

In den nächsten Tagen soll daher eine Interessengemeinschaft gegründet werden. Die Stadt unterstützt das Projekt, und auch mit der Deutschen Glasfaser haben bereits Vorgespräche stattgefunden. „Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, eine Verbesserung herbeizuführen“, sagt Hubert Keuper , und die restliche Anwesenden nicken zustimmend. Alle sehen das Ganze als eine wichtige Investition in die Zukunft ein. Dafür wollen sie nicht nur Geld in die Hand nehmen, sondern auch, sollte das Projekt zustande kommen, etwa beim Verlegen der Kabel mit anpacken. „Wir werden von Haus zu Haus gehen und unsere Idee vorstellen“, kündigt Frank Demmer an, der bereits eine Internetseite (www.glasfaser-hinter-der-bahn.de) eingerichtet hat. Denn das Ziel sei es, möglichst viele Bewohner der Bauerschaften – von rund 200 Haushalten gehen die Initiatoren aus – parallel zur Nachfragebündelung im Kernbereich von Vadrup von dem Projekt zu überzeugen und mit ins Boot zu holen.

Parallel dazu beschäftigt sich die Gruppe bereits mit der Finanzierung und technischen Umsetzung. Bei einer Informationsveranstaltung am 25. November soll das Projekt allen Interessierten vorgestellt werden. Denn eines steht nicht nur für Hubert Keuper fest: „Wir sollten ganz schnell auf diesen Zug aufspringen, sonst rollt er ohne uns.“

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