Pläne für das Willkommenshaus vorgestellt
Freundliches Hallo aus Stein und Mörtel

Telgte -

Erst war es nur eine Idee, jetzt liegen Pläne vor, bald könnte die Umsetzung in Westbevern erfolgen.

Dienstag, 15.11.2016, 07:11 Uhr

Auch eine Kinderspielfläche sowie Parkmöglichkeiten sehen die Pläne des Architekturbüros Frye vor.
Auch eine Kinderspielfläche sowie Parkmöglichkeiten sehen die Pläne des Architekturbüros Frye vor. Foto: Architekturbüro Frye

Beim Wohnraum für Flüchtlinge, das teilweise eng mit dem Thema Sozialwohnungen verknüpft ist, tut sich in den nächsten Monaten eine Menge. Der Umbau des ehemaligen Hotels am Brinker Platz in Vadrup ist nach Angaben der Verwaltung weit fortgeschritten. Anfang Dezember sollen dort die ersten Personen einziehen. Zudem gibt es sowohl für das Wohnhaus an der August-Macke-Straße im Telgter Süden als auch an der Grevener Straße im Dorf nicht nur detaillierte Planungen, sondern mittlerweile auch Förderzusagen der entsprechenden Behörden.

Erstmalig präsentierte das Architekturbüro Frye aus Telgte jetzt vor Politikern Pläne für das sogenannte Willkommenshaus , das in Westbevern direkt gegenüber der Feuerwache entstehen soll. Der Grundstückszuschnitt – das Areal ist schmal und lang – habe die Planungen nicht gerade erleichtert, ließ der Architekt durchblicken. Dennoch sei es gelungen, auf dem 802 Quadratmeter großen Gelände ein Haus mit drei Wohneinheiten von jeweils rund 70 Quadratmetern und einem ebenfalls etwa gleichgroßen Gemeinschaftsbereich unterzubringen. Wie bereits berichtet, soll dieser Gemeinschaftsraum unter anderem von Zib für Kursangebote oder andere Veranstaltungen genutzt werden.

Die Barrierefreiheit ist planerisch nicht nur im Erdgeschoss gewährleistet, denn der Architekt hat einen Aufzugsschacht vorgesehen. So bestehe später die Möglichkeit, einen solchen problemlos nachzurüsten. Das Konzept, so Andreas Frye, basierte auf „normalen Wohngrundrissen“, ein Heimcharakter solle vermieden werden. Bei Bedarf könne der Gemeinschaftsbereich später zudem schnell zu einer weiteren Wohnung umgestaltet werden. Auch die Nachnutzung des Willkommenshauses als Sozialwohnungen sei möglich, das Grundkonzept erfülle beide Anforderungen. Außerdem ließ der Planer durchblicken, dass möglicherweise auf einem direkt angrenzenden Grundstück weitere Sozialwohnungen entstehen könnten. Erste Ideen dafür gebe es bereits.

Die Kosten bezifferte der Experte auf rund 1600 Euro pro Quadratmeter für das Willkommenshaus. Das Projekt wird zum Teil mit Spendengeldern finanziert (WN berichteten), zudem ist eine Darlehnsfinanzierung vorgesehen. Ein bis zu 25-prozentiger Tilgungsnachlass ist der Verwaltung in Aussicht gestellt worden.

Auch wenn der Stadt seit April keine Flüchtlinge mehr zugewiesen wurden, betonte Bürgermeister Wolfgang Pieper vor Politikern die Notwendigkeit sozialen Wohnraums. Ein Teil der bestehenden privaten Mietverhältnisse würde auslaufen, zudem sei so die Möglichkeit gegeben, die eine oder andere Wohnung Berechtigten zur Verfügung zu stellen. Denn, daran ließ er keinen Zweifel, die Zahl der Sozialwohnungen in Telgte sei gering.

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