Westbeverner setzen auf Solidarität
Interesse im Außenbereich ist groß

Telgte -

Riesengroß war das Interesse an der Veranstaltung der Initiative „Glasfaser hinter der Bahn“.

Freitag, 25.11.2016, 06:11 Uhr

Hubert Keuper stellte vor rund 130 Personen in Vadrup die Planungen für den Glasfaserausbau im Außenbereich hinter der Bahn vor.
Hubert Keuper stellte vor rund 130 Personen in Vadrup die Planungen für den Glasfaserausbau im Außenbereich hinter der Bahn vor. Foto: Niemann

Das Interesse an einem Glasfaseranschluss im Außenbereich ist groß. Das zeigte eine weitere Infoveranstaltung in Vadrup . Rund 130 Personen kamen, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. „Wir waren von der Resonanz überwältigt“, sagte Frank Demmer , neben Hubert Keuper einer der Sprecher der Interessengemeinschaft „ Glasfaser hinter der Bahn“.

Demmer und Keuper machten im Verlauf des Abends mehrfach deutlich, dass die Interessengemeinschaft noch kein fertiges Konzept in der Schubladen liegen habe, sondern derzeit noch die Interessenabfrage erfolge. Das bedeutet, dass Helfer von Haustür zu Haustür gehen. Passend zum Ende der sogenannten Nachfragebündelung am 12. Dezember soll dieser Schritt beendet sein. Genaue Zahlen lägen noch nicht vor, allerdings hätten 45 Prozent der Haushalte bereits ihre Bereitschaft bekundet.

Eine erste Kalkulation gibt es auch. Die Verantwortlichen gehen von 2000 bis 3000 Euro aus, die ein Hausanschluss im Außenbereich kosten wird. Bei ihren Berechnungen haben sich Demmer und die anderen Verantwortlichen an Erfahrungen orientiert, die in Senden mit einem ähnlichen Projekt gemacht wurden. Hinzu käme, auch das stellten die Verantwortlichen heraus, zudem die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, etwa beim späteren Verlegen der Kabel im Außenbereich.

„Wir müssen uns von einer Interessen- zu einer Solidargemeinschaft entwickeln“, sagte Frank Demmer. Das betreffe sowohl die Mitarbeit als auch die Quersubventionierung im Falle einer Umsetzung. Sprich: Am Ende soll jeder den gleichen Preis für einen Anschluss bezahlen, egal wie lang bei ihm persönlich das erforderliche Glasfaserkabel sein muss. Aber: „Je mehr mitmachen, umso günstiger wird es für jeden“, stellte Demmer heraus.

Dass es sich um ein Riesen-Projekt handelt, das gestemmt werden muss, auch daran ließen die Verantwortlichen keinen Zweifel. Die Nachfragebündelung sei nur der erste Schritt, anschließend stünde die ebenfalls zeitaufwendige Planung der genauen technischen Umsetzung an. Hinzu käme dann das Verlegen der Leitungen.

Alfons Schräder, Motor eines ähnliches Projektes in Senden, berichtete anschließend über viele praktische Aspekte der Umsetzung. Er ermunterte die Anwesenden, nicht locker zu lassen und diesen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft gemeinsam in Angriff zu nehmen.

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