Wallfahrtskapelle
Neuer Glanz und Gestaltung

Telgte -

Umfangreiche Renovierungsarbeiten beginnen im Frühjahr in der Wallfahrtskapelle.

Freitag, 02.12.2016, 17:12 Uhr

Durch den Kerzenrauch hat der Innenanstrich der Kapelle in den vergangenen Jahren stark gelitten. Diverse Maßnahmen, unter anderem eine neue Absauganlage, sollen bald dafür sorgen, dass dieses Risiko deutlich reduziert wird.
Durch den Kerzenrauch hat der Innenanstrich der Kapelle in den vergangenen Jahren stark gelitten. Diverse Maßnahmen, unter anderem eine neue Absauganlage, sollen bald dafür sorgen, dass dieses Risiko deutlich reduziert wird. Foto: Große Hüttmann

An den Wänden ist es abzulesen: Kerzenrauch hat die Wallfahrtskapelle stellenweise richtig dunkel werden lassen. Das nimmt die Kirchengemeinde St. Marien zum Anlass, im Frühjahr kommenden Jahres mit umfangreicheren Renovierungsarbeiten zu beginnen. Die Maßnahmen werden dazu führen, dass die Kapelle zeitweise geschlossen werden muss. Um mit den umfangreicheren Veränderungen nicht die Wallfahrtssaison zu belasten, wird in verschiedenen Abschnitten gearbeitet.

Gemeinsam mit der Künstlerin Ingrid Bussenius aus Köln und dem Telgter Architekten Ralf Pohlmann entwickelte ein Team in den vergangenen Monaten einen Vorschlag zur Innensanierung der Kapelle. Dieser ist bereits mit dem Bistum und anderen Entscheidungsträgern abgestimmt.

In einem ersten Bauabschnitt von Februar bis April kommenden Jahres wird die Orgel ausgebaut und anschließend eingelagert. An den Wänden, an denen zurzeit das Instrument steht, werden zwei neue Opferkerzenständer errichtet. Diese sollen die doppelte Menge an Kerzen aufnehmen können wie bisher. Zudem wird eine moderne Absaugtechnik installiert, die zukünftig verhindern soll, dass die Kapelle wieder schnell verrußt. Über 90 Prozent der Rußablagerungen sollen damit verhindert werden.

„Unter künstlerischen Gesichtspunkten bekommt der barocke Raum durch diese Maßnahme auch ein wenig von seiner ursprünglichen Symmetrie zurück“, sagt Propst Dr. Michael Langenfeld . Die Orgel werde später wieder installiert und zwar im Bogen der Tür zur Kapellenstraße. Dieser wird generell geschlossen.

Mit der Umgestaltung werden nicht nur technische Aspekte umgesetzt. „Ein Wunsch von mir war, die Kapelle und das Gnadenbild zukünftig auch den vielen Touristen zu erschließen, die häufig kaum noch etwas über den christlichen Glauben und die Bedeutung der Wallfahrt wissen“, sagt Langenfeld. Immer wieder habe er Einzelne beobachtet, die ratlos vor den Votiv- und Weihegaben in den Vitrinen stehen würden.

Deshalb werden im ersten Bauabschnitt auch diese beiden Vitrinen erneuert. Die Weihegaben werden nicht nur gereinigt, sondern sollen auch übersichtlicher präsentiert werden. Zudem will die Gemeinde ein Faltblatt herausgeben, um dem Interessierten so manche Bitt- und Dankgeschichte zu den Objekten zu erzählen.

Ansonsten finden Anfang kommenden Jahres etliche vorbereitende Arbeiten statt. Dazu gehört unter anderem das Verlegen diverser Leitungen für eine neue Beleuchtung und eine moderne Lautsprecheranlage. Zudem gehören dazu Maßnahmen, um die Sicherheit des Gnadenbildes zu gewährleisten.

Der zweite Bauabschnitt wird rund ein Jahr später erfolgen. Dann wird es auch eine neue Farbgestaltung in der Kapelle geben. Für die Zeit der Sanierungsarbeiten bleibt die Kapelle geschlossen, die Gottesdienste finden jeweils in der Propsteikirche statt. Auch das Gnadenbild wird dann in der Kirche aufgestellt sein, so der Propst.

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