Kanalbauarbeiten
Vollsperrung in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag

Telgte -

Nachtarbeiten und eine mehrstündige Vollsperrung des Orkottens sind nach Angaben des Abwasserbetriebs TEO notwendig, um im Bereich des zukünftigen Kreisels in Höhe Dänisches Bettenlager den Kanal zu sanieren.

Freitag, 31.03.2017, 15:03 Uhr

Dort, wo bald der Kreisel entstehen soll, muss in der kommenden Woche erst der Kanal saniert werden.
Dort, wo bald der Kreisel entstehen soll, muss in der kommenden Woche erst der Kanal saniert werden. Foto: Große Hüttmann

Nachtarbeiten und eine mehrstündige Vollsperrung des Orkottens sind nach Angaben des Abwasserbetriebs TEO notwendig, um im Bereich des zukünftigen Kreisels in Höhe Dänisches Bettenlager den Kanal zu sanieren. Diese Arbeiten erfolgen im Vorfeld des Kreuzungsausbaus. „Betroffene Kanalabschnitte werden durch den Einzug eines sogenannten Schlauchliners zukunftsfähig gemacht“, teilte der Abwasserbetrieb mit.

Hintergrund für diese Arbeiten sind nach Angaben der Experten Schäden am Kanalsystem, insbesondere Wurzeleinwuchs über die Rohrverbindungen und sanierungsbedürftige Anschlüsse, wodurch der Kanal ein wesentliches Kriterium zur Dichtheit nicht erfüllt. „Über diese Undichtigkeiten kann entweder Abwasser in das Erdreich oder Grundwasser in das Kanalnetz gelangen. Bei eindringendem Grundwasser in das Kanalnetz kann zusätzlich umgebender Boden mit eingespült werden und zu gefährlichen Unterhöhlungen und Straßeneinbrüchen führen“, sagt der Geschäftsführer des Abwasserbetriebs TEO, Thomas Taugs.

In einem ersten Schritt werden in der nächsten Woche drei Abschnitte mittels eines kunstharzgetränktem Glasfasergewebes von innen erneuert beziehungsweise saniert. Durch dieses spezielle Verfahren können je nach Durchmesser Längen von rund 150 Metern in einem Zug von Schacht zu Schacht überholt werden. „Das Ergebnis ist eine in sich statisch tragfähige und dichte Leitung in einem vorhandenen Kanal“, erläutern die Experten. Das bisherige Rohrsystem diene lediglich der Formgebung und Lage.

Einen Haken hat das Ganze: Für diese Bauweise müssen an den Einstiegsschächten Fahrzeuge und Gerätschaften positioniert werden, um den Schlauchliner einzuziehen. Dazu kommt es zu Einschränkungen im Fahrbahnbereich. „Ein großer Vorteil dieses Vorgehens ist die Bauzeit von nur einem Tag. Dabei wird auf eine offene Baugrube vollkommen verzichtet“, betont Taugs. In den Anschlussbereichen seien zudem Roboterarbeiten durchzuführen.

„Aufgrund der ungünstigen Lage und der hohen Verkehrsbelastung erfolgt der Einbau teilweise in den Nachtstunden. Dazu ist auch eine Vollsperrung eines Teilbereiches erforderlich“, sagt der Geschäftsführer. Die Umsetzung der Maßnahme ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geplant. Voraussetzung für die Durchführung ist allerdings trockenes Wetter.

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