Generalversammlung des Hegerings
Fasane machen Jägern Sorgen

Telgte/Westbevern -

Stolz auf ein aktives Jahr war Hegeringsleiter Reinhard Pröbsting anlässlich der Generalversammlung. Dabei ist die Jägerschaft in Telgte und Westbevern breit aufgestellt. Ein Problem bereitet ihnen aber Sorgen.

Dienstag, 04.04.2017, 17:04 Uhr

Ehrungen und Auszeichnungen gab es beim Hegering einige: (v.l.)  Hegeringsleiter Reinhard Pröbsting, Heinz Rolf (Ehrung für 40 Jahre im Deutschen Jagdverband), Volker Tillmann (Ehrung für 25 Jahre), Antonius Kohues (Bester Hundeführer im Hegering), Erich Busch (Bester Schütze im Hegering) und Josef Roxel (stv. Vorsitzender der Kreisjägerschaft Warendorf).
Ehrungen und Auszeichnungen gab es beim Hegering einige: (v.l.)  Hegeringsleiter Reinhard Pröbsting, Heinz Rolf (Ehrung für 40 Jahre im Deutschen Jagdverband), Volker Tillmann (Ehrung für 25 Jahre), Antonius Kohues (Bester Hundeführer im Hegering), Erich Busch (Bester Schütze im Hegering) und Josef Roxel (stv. Vorsitzender der Kreisjägerschaft Warendorf). Foto: Hegering

Die traditionellen Themen wie Hege und Pflege der Wildtiere und deren Lebensräume sprach Naturschutzobmann Markus Große Bockhorn an. Dass auf der anderen Seite auch der sichere Umgang mit Waffen und gutes Schießen Pflicht für Jäger ist, machte Werner Rüter bei der Aufzählung seiner Termine aus dem Bereich Schießwesen deutlich.

Dabei konnte er Erich Busch als besten Schützen auszeichnen. Bester Hundeführer ist Antonius Kohues, der schon fast als „Rekordmeister“ anzusehen ist.

Wolfgang Pieper lobt Arbeit der Jäger

Bürgermeister Wolfgang Pieper betonte in seinem Grußwort, dass er trotz teilweiser unterschiedlicher Meinungen zu einigen Themen eine große Verbundenheit zur Arbeit der Jäger habe und diese schätze. Grade mit Blick auf die notwendige städtebauliche Weiterentwicklung Telgtes und die dadurch entstehende Konkurrenz des Wohnungsbaus zum Bedarf an Naturflächen, die durch die Landwirte und Jäger gepflegt und genutzt werden, sei ein behutsamer Umgang mit diesen Bereichen zwingend notwendig.

Für die überregionalen Informationen war Josef Roxel als stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft Warendorf zuständig. Mit großem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz und finanziellem Aufwand konnte die Renovierung des Schießstandes in Milte abgeschlossen werden. Die rollende Waldschule war kreisweit im letzten Jahr 180 Mal im Einsatz, einige Male davon auch in Telgte. Die nächste Möglichkeit für alle Kinder, dieses Angebot zu nutzen, wird am 30. April auf dem Sattelfest sein.

Niedriger Bestand an Fasanen und Hasen

Mit Blick auf das Thema des Hauptreferenten des Abends, Martin Meyer Lührmann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, hielt sich Pröbsting in seinem Bericht als Hegeringsleiter kurz. Sorgen bereitet weiterhin der niedrige Bestand an Fasanen und Hasen. Unverständlich, so Pröbsting, sei das Vorgehen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes bei der anstehenden Kiebitzzählung. Die Jäger seien neben dem Nabu gute Partner für diese Aufgabe gewesen, da die Zusammenarbeit mit den Landwirten seit Jahren erfolgreich praktiziert werde.

Die Entwicklung des Fasanbestands griff dann Meyer Lührmann in seinem Vortrag auf. Unter dem Thema „Fasan weg, was nun?“ brachte er den Zuhörern die Erkenntnisse seines Forschungsteams aus Niedersachsen nahe. „Man muss auf vielen Baustellen arbeiten, wenn man etwas bewegen will“, war seine Zusammenfassung. Die Fasane seien aufgrund verschiedener Faktoren geschwächt, dadurch gewinnen Erreger, die von außen auf den Bestand einwirken, an Stärke. Dabei stehen verschiedene Krankheiten neben dem Rückgang der Insekten und der Populationszunahme von Raubtieren.

Prädatorenbejagung soll intensiviert werden

Hauptaufgabe der Jäger sei es daher, zum Schutz der Fasane die sogenannte Prädatorenbejagung zu intensivieren. Bei der aktuellen Entwicklung, so Meyer Lührmann, reiche der Nachwuchs an Küken nicht aus, um die Verluste bei den Hennen aufzufangen. Es lohne sich, so sein Resümee, um den Bestand der Fasanen mit allem Einsatz zu kämpfen, jedoch sei er sich nicht mehr so sicher, wie hoch die Erfolgsaussichten dabei seien.

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