Einweihung auf dem Emshof
Klamme Finger sind passé

Telgte -

Mit einem Kostenaufwand von rund 200 000 Euro sind auf dem Emshof winterfeste Räume entstanden.

Freitag, 05.05.2017, 05:05 Uhr

Vertreter der Städte Münster und Telgte sowie des Trägervereins und verschiedener Behörden und Sponsoren gaben symbolisch die neuen, winterfesten Räume des Emshofes frei.
Vertreter der Städte Münster und Telgte sowie des Trägervereins und verschiedener Behörden und Sponsoren gaben symbolisch die neuen, winterfesten Räume des Emshofes frei. Foto: Große Hüttmann

Die Zeiten klammer Finger und kalter Füße in den Räumlichkeiten des Emshofes sind vorbei: Mit einem Kostenaufwand von rund 200 000 Euro sind winterfeste Räume entstanden, die am Donnerstag offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden. Damit ist die Bildungsarbeit auf dem Schulbauernhof in Lauheide ab sofort uneingeschränkt ganzjährig möglich.

Ein ist wichtiger Meilenstein für Geschäftsführerin Ute Wichelhaus und ihr Team. Allerdings noch längst nicht das Ende dringend notwendiger Baumaßnahmen, das unterstrich die Geschäftsführerin. Ein benachbarter Teil des Haupthauses soll in der nächsten Zeit zu einem Schlaftrakt umgebaut werden, um auch Übernachtungsgäste aufnehmen zu können. Zudem muss die alte Fachwerkscheune auf dem Gelände saniert werden. „Uns geht die Arbeit nicht aus“, sagte Wichelhaus am Rande des Festaktes.

Unterstützung für sein jüngstes Projekt bekam der Emshof-Verein von unterschiedlichen Seiten. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen hat die Sanierung mit 140 000 Euro gefördert, um so einen ganzjährigen pädagogischen Betrieb zu ermöglichen. Weitere Geldgeber waren die Software AG Stiftung, die Stadt Münster und die Sparkasse Münsterland-Ost.

Wobei, das machte Lisa Quiter vom Vereinsvorstand ganz deutlich, auch zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden. Besonders hob sie in diesem Zusammenhang den Telgter Werner Hess hervor.

Dass die ganzjährige Bildungsarbeit ein ganz wichtiger Baustein für die weitere Zukunft des Emshofes ist, das wurde bei dem kleinen Festakt ebenfalls deutlich: Gisela Lamkowsky vom Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“ (BNE) hatte nicht nur ein Grußwort von NRW-Umweltminister Johannes Remmel im Gepäck, sondern auch eine offizielle Ernennung. Ab sofort ist der Schulbauernhof ein Regionalzentrum des BNE-Verbundes. Das, so Lamkowsky, sei nicht nur ein „Meilenstein für den Emshof, sondern auch für Telgte und Münster“.

Gerd Joksch, Bürgermeister der Stadt Münster, bezeichnete den Emshof als wichtigen Baustein im Bildungsangebot der Domstadt und ließ Zahlen sprechen. 2015 nahmen rund 5800 Teilnehmer an den diversen Angeboten teil.

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