Schlechte Ernte
Kein Honigschlecken

Westbevern -

Es ging so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte: 2017 ist bislang nicht das Jahr der Honigernte, könnte aber ein Jahr der Wespen werden.

Dienstag, 30.05.2017, 15:05 Uhr

Robert Esser am Krink-Bienenhaus, wo er sechs Völker einquartiert hat.
Robert Esser am Krink-Bienenhaus, wo er sechs Völker einquartiert hat. Foto: Niemann

Das 2013 errichtete Bienenhaus, das sich im hinteren Bereich des Dorfplatzes befindet, bietet seinen Bewohnern reichlich Nahrung auf den umliegenden Weiden und Sträuchern. Zusätzlich hat Imker Robert Esser , der dort sechs Völker und einen Schaukasten aufgestellt hat, unter Mithilfe von Krinkrentnern noch einen kleinen Streifen vor dem Bienenhaus eingerichtet und dort Obstbäumchen und Sträucher zusätzlich angepflanzt. Auch Wasser, das die vorbeifließende Bever bietet, ist wichtig für die Insekten.

Eine gute Basis also, bei der aber dennoch das Wetter mitspielen muss. Und genau hier liegt das Problem: „Es war zu kalt, die Bienen sind nur ein oder zwei Mal am Tag herausgeflogen, statt dauerhaft“, erklärt Robert Esser, Vorsitzender des Imkervereins Telgte. Die Folge: „Die erste Ernte wird mager ausfallen und lediglich bei 40 bis 50 Prozent gegenüber der des Vorjahres liegen“, sagt Esser. Dabei sei so ziemlich alles schiefgelaufen: „Es kam einfach alles zu unpassenden Zeitpunkten. Auch die Tage mit Frost, die vor allem den Kirschbäumen und ihren Blüten weh getan haben“, so Esser.

Derzeit bleibt Robert Esser und seinen Imkerkollegen nicht viel mehr, als auf warme Sommertage zu hoffen, damit die zweite Schleu­derung mehr Honig ergeben wird. Sorgen bereitet Esser zudem eine mögliche Wes­penplage, die er bedingt durch die warmen Tage im Herbst vergangenen Jahres aufkommen sieht. Immerhin: Die Verluste an Bienen im Winter hielten sich für den Imker bei zehn Prozent in Grenzen.

Im Bienenhaus wird aber nicht nur durch die Bienen produziert, hier bietet der Imker auch eine Führung unter dem Motto „Von der Blüte bis zum Honig – ohne Bienen keine Früchte“, an. Ferner sind historische Exponate zu sehen. Zum Beispiel eine alte Bienenschleuder.

Es werden Führungen nach Terminabsprache für Personengruppen angeboten. Anmeldungen sind bei Robert Esser unter ✆ 01 60 / 32 05 807 oder bei Gunter Thieme unter ✆ 0 25 04 / 80 81 zu tätigen.

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