Zwei Tage Feierlichkeiten
Vier Jahrzehnte Fanfarenzug

Westbevern -

Für die Mitwirkenden, Gäste, Zuhörer und Freunde waren die musikalischen Darbietungen in Vadrup eine wahre Freude.

Montag, 04.09.2017, 07:09 Uhr

Natürlich zogen die Musiker anlässlich der zweitägigen Feierlichkeiten auch lautstark durch die Straßen des Ortes.
Natürlich zogen die Musiker anlässlich der zweitägigen Feierlichkeiten auch lautstark durch die Straßen des Ortes. Foto: Niemann

Das Nachwuchsorchester, das Ehemaligenorchester und der Hauptzug leiteten am Samstag die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Vadruper Fanfarenzugs ein. In der voll besetzen Mehrzweckhalle sorgten am Sonntag zudem insgesamt 13 Fanfaren,- Spielmanns- und Musikzüge mit rund 450 Musikern für ein prächtiges Ambiente.

Nach dem Empfang der Ehrengäste und einer kurzen Besprechung der Tambourmajore pilgerten die Musikgruppen von verschiedenen Stellen des Vadruper Ortskerns zur Mehrzweckhalle, um dort auf einer aufgebauten Bühne für die Festbesucher zu spielen und mit ihnen gemeinsam zu feiern. Hier wurden die Zuschauer, unter ihnen auch Bürgermeister Wolfgang Pieper , vom Fanfarenzug-Vorsitzenden Markus Rotthowe und vielen Zuschauern willkommen geheißen. „Ich bin ein Fan des Vadruper Musikzuges. Es ist ein Genuss seinen Klängen zuzuhören“, bewunderte Pieper vor allem die Vielfalt, die die Aktiven immer wieder präsentieren.

Nachdem alle Musikgruppen gemeinsam Aufstellung genommen hatten, wurde das Fest mit Preußens Gloria eröffnet. Der Musikverein Ostbevern eröffnete das Treiben auf der Bühne. Es folgten der Spielmannszug Milte, der Fanfarenzug 1978 Buldern, der Spielmannszug Harsewinkel, der Spielmannszug Beelen, der Stadtfanfarenzug Blau-Weiß Sendenhorst, der Spielmannszug St. Georg Müssingen, der Musikzug Westbevern-Dorf, der Spielmannszug Alverskirchen, der Musikzug im Musikverein Wiesental Hagen a.T.W., der Spielmannszug Frei Weg Westbevern-Brock und die Sassenberger Landsknechte.

Der Ausklang der Veranstaltung war dem Ehemaligenorchester des Vadruper Fanfarenzuges und dem Hauptzug des Vadruper Fanfarenzuges in gemeinsamer Aktion vorbehalten. Zudem waren fünf Schützenzüge mit ihren Majestäten auf den Feierlichkeiten erschienen.

Für einen stimmungsvollen Auftakt hatten bereits am Samstag 75 Jugendliche, Ehemalige und Aktive aus den Reihen des Vadruper Fanfarenzugs zum Auftakt der Festlichkeiten beim Konzertabend am Samstagabend gesorgt. Dieser stand unter dem Motto „Es rappelt im Karton“.

Markus Rotthowe, Vorsitzender des Vadruper Fanfarenzuges, freute sich über voll besetzte Tischreihen. „Mit so einer Resonanz hatten wir nicht gerecht“. Der „Chef“ des Fanfarenzuges hob aber zunächst das Engagement des Vadruper Schützenvereins und des MGV Eintracht Vadrup hervor, deren Mitglieder in vielfältiger Weise die Jubelfeier tatkräftig unterstützt hatten. „Hier zeigt sich die gut funktionierende Vereinsgemeinschaft“, so Rotthowe. Was die Akteure, die sich sehr intensiv in ihrer Probenarbeit auf dieses Konzert vorbereitet hatten, musikalisch darboten, hatte das Wort „Spitze“ wahrlich verdient. „Der Vadruper Fanfarenzug ist ein Aushängeschild für den Ort. Gäbe es ihn nicht, würde viel fehlen“, befand Heiner Schapmann vom Westbeverner Krink.

Reinhard Wendker, Vorsitzender des Vadruper Schützenvereins, sprach seine Anerkennung ebenfalls aus: „Ihr macht das fantastisch.“ Der Schützenverein dokumentierte seine Dankbarkeit mit der Spende einer neuen Tuba, die auf dem Wunschzettel des Fanfarenzuges stand. Die ehemaligen Königinnen und Könige und die amtierenden Majestäten kamen ebenfalls nicht nur zum Gratulieren. Auf Initiative von Hermann-Josef Schulze Hobbeling hatten alle 38 ihren Obolus mit einer Spende geleistet. „Damit wollen wir die Jugendarbeit unterstützen“, so Schulze Hobbeling.

40 Jahre Vadruper Fanfarenzug, das war auch für Gustav Sendner (Vorsitzender und Tambourmajor in den ersten elf Jahren nach der Gründung 1977) und Markus Rotthowe, der seit 1999 dem Fanfarenzug als Chef vorsteht, und ebenfalls 40 Jahre dabei ist, ein Highlight der besonderen Art. Sendner stellte vor allem die Verdienste von Stefan Nill heraus, der mit seiner Spende (insgesamt 78 000 Mark für die Instrumente) seinerzeit erst das Aufspielen des Vadruper Fanfarenzuges ermöglicht hatte.

Helmut Sommer hatte zusammen mit Sonja Lengermann und Reinhild Rottwinkel die Organisation zur Bildung des Ehemaligenorchesters übernommen. Zu dessen Proben war unter anderem Guido Kaiser erschienen – jedes Mal aus Oldenburg. Moderiert wurde der Abend von Katrin Jäger.

Mit einem Marsch eröffnete der Vadruper Fanfarenzug unter Leitung von René Heitmann dann das Konzert. Heitmann dirigierte dabei auch die Nachwuchsgruppe, der Noel Heitmann, Constantin Weiligmann, Melina Hesse, Anika Leuer, Jonas Busse und Theresa Mennemann angehören.

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