Glasfaser in Westbevern
Verein soll schnelles Internet ermöglichen

Westbevern -

Ein besonderes Modell soll dafür sorgen, dass ein sehr großer Teil der Außenbereiche in Westbevern-Vadrup und Randbereichen des Dorfes schon bald per Glasfaser an die Datenautobahn angeschlossen werden.

Dienstag, 12.09.2017, 09:09 Uhr

Für den Glasfaserausbau in Außenbereichen soll ein Verein gegründet werden.
Für den Glasfaserausbau in Außenbereichen soll ein Verein gegründet werden. Foto: dpa

Ein besonderes Modell soll dafür sorgen, dass ein sehr großer Teil der Außenbereiche in Westbevern-Vadrup und Randbereichen des Dorfes schon bald per Glasfaser an die Datenautobahn angeschlossen werden. Denn ein Verein, der aktuelle Arbeitstitel ist „Bürgernetz e.V.“, soll die Netzbauarbeiten nicht nur organisieren und koordinieren, sondern dieses nach der Fertigstellung auch als Eigentümer übernehmen.

Der eigentliche Clou dabei: Für voraussichtlich 15 Jahre verpachtet der Verein das Glasfasernetz an die Firma „inexio“ und erzielt damit monatliche Einnahmen, die langfristig bei der Refinanzierung des Projektes mithelfen sollen.

Dieses Konzept stellten Frank Demmer , Hubert Keuper und weitere Mitstreiter jetzt bei einer Informationsveranstaltung für Anwohner der Bereiche Brink, Krumme Reck, Fredde, Lütken Heide, Riehenhaar, Borgesch, Schultenhook, Voßhaar und Wiewelhook vor.

„Es gibt eine große Nachfrage nach Glasfaser im Außenbereich“, sagte Frank Demmer bei der Versammlung. Bei einer Abfrage vor rund einem Jahr hätten 182 Haushalte ein generelles Interesse, weitere 102 ein allgemeines Interesse gezeigt.

Dass sich der Verein eine Menge Arbeit vorgenommen hat, das wurde anschließend an einer ersten Grobplanung der zukünftigen Glasfaserstrecken deutlich. 35 Kilometer Kabel müssen ersten Berechnungen nach verlegt werden, um die Bereiche abzudecken. Zudem stellten die Verantwortlichen das Konzept des Betreibers „inexio“ vor sowie die Konditionen für Glasfaserkunden.

Doch es gibt noch Hürden: „Wir benötigen mindestens 150 Haushalte, die einen 24-Monate-Vertrag mit dem Unternehmen schließen“, erläutert Frank Demmer. Zudem müssten einmalig 2000 Euro für einen aktiven Anschluss für Hardware und „Buddel-Kosten“ bezahlt werden. Hinzu komme, dass aktive Mithilfe beim Projekt notwendig sei. Zudem müsse das Einverständnis der Grundstückseigentümer vorliegen, über deren Flächen die Leerrohre gezogen werden sollen.

Auf dem Weg zur Datenautobahn wollen die Verantwortlichen keine Zeit vergeuden. Am 12. Oktober soll der Verein gegründet werden. Vom 13. Oktober bis 15. Dezember ist die Nachfragebündelung geplant, anschließend die Netzplanung.

Das Ziel ist klar definiert: Jeder Anschluss soll Ende 2018 am Netz sein.

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