Q2-Kurse in Marl
Schüler besuchen Chemiepark

Telgte -

Interessante Erkenntnisse brachten die Schüler der Chemiekurse von ihrem jüngsten Ausflug mit.

Mittwoch, 20.09.2017, 07:09 Uhr

Kurzfristig hatte das Programm der Betriebsbesichtigung umgestellt werden müssen, dennoch erfuhren die Schüler in Marl anschaulich, wo die in der Schule oft theoretisch vermittelten Kenntnisse praktisch Anwendung finden.
Kurzfristig hatte das Programm der Betriebsbesichtigung umgestellt werden müssen, dennoch erfuhren die Schüler in Marl anschaulich, wo die in der Schule oft theoretisch vermittelten Kenntnisse praktisch Anwendung finden. Foto: privat

„Ihr seid unsere Zukunft.“ Mit diesen Worten verabschiedete Willi Schmitz , der ehemals im Chemiepark Marl gearbeitet hatte und nun ehrenamtlich Gruppenführer für seinen alten Arbeitgeber ist, die Chemiekurse der zwölften Klasse des Gymnasiums.

Einen Tag lang hatte er sie bei der Erkundung eines der größten Chemiestandorte Deutschlands geleitet. Als die Schüler um 9 Uhr in Marl ankamen, hatten sie nach ein paar einleitenden Worten die Möglichkeit, alte Aufzeichnungen aus dem Unternehmensarchiv zu bestaunen, bevor Schmitz einen informativen Vortrag hielt. Er erzählte den Jugendlichen von der Rolle des Chemieparks und besonders des Hauptkonzerns Evonik auf dem Weltmarkt. Zudem führte er anschaulich die weitreichenden Einsatzbereiche der Produkte des Chemieparks vor. Diese reichen von der Cola am Mittagstisch über Hygieneartikel und Turnschuhe bis in die Automobilindustrie.

Da die im vorherigen Schuljahr besprochene und ursprünglich zur Besichtigung geplante C4-Anlage derzeit nicht für eine Besichtigung zur Verfügung stand, sahen sich die Kurse die Acrylsäure-Produktion an. Aufgrund dieser Änderung erarbeiteten die Schüler, in der letzten Stunde vor dem Ausflug noch einige Grundkenntnisse zum Thema Acrylsäure. Diese Ausarbeitungen präsentierten sie sich am Ende gegenseitig.

Neugierig stellten die Schüler bei der Besichtigung Fragen und schauten sich gespannt die im Unterricht schon oft durchgeführten Prozesse der Oxidation und Destillation im Großen an. Die in Marl seit 1991 aus Propen und feuchter Luft hergestellte Acrylsäure wird in der Herstellung für eine Vielzahl von Polymeren und Verbindungen benötigt. Zum Beispiel Polyacrylsäure, Kunststoffe, synthetische Lacke und absorbierende Polymere, vor allem bekannt als die in Babywindeln zum Einsatz kommenden Superabsorber.

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