Bundestagswahlergebnis in Telgte
Zwischen Enttäuschung und Freude

Telgte/Westbevern -

Das Auszählen von zwei Briefwahlbezirken in Telgte dauerte extrem lange, daher lag das vorläufige amtliche Endergebnis erst gegen 23 Uhr vor.

Sonntag, 24.09.2017, 22:09 Uhr

 
Vorläufiges Endergebnis in Telgte Foto: WN

Lange warten mussten die Telgter auf das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl . Der Grund dafür: Das Auszählen von zwei der insgesamt vier Briefwahlbezirke im Rathaus dauerte ausgesprochen lange. Deutlich mehr als vier Stunden benötigen die Wahlhelfer, bis schließlich alles stimmte. Damit gehörte die Emsstadt zusammen mit Ennigerloh und Warendorf beim Auszählen zu den letzten Kommunen im Kreis Warendorf.

Beim lokalen Abschneiden ergaben sich große Parallelen zum Bundesergebnis. „Ich bin enttäuscht und muss zugeben, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Bernd Hugenroth für die CDU. Die Christdemokraten hatten deutliche Verluste zu verkraften.

„Wir haben uns nicht gegen den Bundestrend stemmen können“, sagte auch Dr. Ingo Deitmer für die SPD. Er sprach von einer „schweren Enttäuschung“ und der Tatsache, dass „es an diesem Ergebnis nichts schön zu rechnen gibt“.

Von einem „lachenden und einem weinenden Auge“ sprach Marian Husmann für die Grünen. „In Telgte konnten wir im Vergleich zu 2013 bei den Erststimmen sogar leicht zulegen, das freut uns als Aktive vor Ort und ist der Lohn für die viele Arbeit, die in einem solchen Wahlkampf steckt“.

Von einem „rundum schönen Wahlabend“ redete indes Dr. Oliver Niedostadek von der FDP. Er zeigte sich mit den Ergebnissen auf Bundes- und lokaler Ebene sehr zufrieden. Auch sein eigenes Abschneiden, er hatte für die Freidemokraten für den Bundestag kandiert, sei zufriedenstellend. Mit Blick auf das Telgter Ergebnis sagte Niedostadek: „Das zeigt uns, welches Potenzial wir als FDP hier am Ort haben.“

In einer Einschätzung waren sich die Kommunalpolitiker übrigens alle einig. Das Abschneiden der AfD bewerteten sie allesamt als „schlecht“ für Deutschland. Ingo Deitmer sprach sogar davon, dass ihm die Entwicklung „Angst mache“.

Eine Besonderheit gab es auch, und die betraf den Wahlbezirk 50 in der Kita Abenteuerland. Dort wurden für IT.NRW, die amtliche Statistikstelle des Landes, ausgewählte Daten erhoben. Dabei wurden Alter und Geschlecht der Wähler ermittelt. Aus diesen Angaben können die Experten weitere Rückschlüsse ziehen.

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