Wahlnachlese in Telgte
Zusätzlicher Briefwahlbezirk geplant

Telgte/Westbevern -

Bei der nächsten Wahl wird es aller Voraussicht nach einen zusätzlichen, fünften Briefwahlbezirk geben.

Dienstag, 26.09.2017, 04:00 Uhr
Bei der nächsten Wahl wird es aller Voraussicht nach einen zusätzlichen, fünften Briefwahlbezirk geben. Denn das Auszählen am Sonntagabend hatte in zwei Bezirken sehr lange gedauert.
Bei der nächsten Wahl wird es aller Voraussicht nach einen zusätzlichen, fünften Briefwahlbezirk geben. Denn das Auszählen am Sonntagabend hatte in zwei Bezirken sehr lange gedauert. Foto: Große Hüttmann

Nachdem das Auszählen von zwei Briefwahlbezirken am Wahlabend sehr lange gedauert hat, zieht die Verwaltung ihre Schlüsse daraus. „Wahrscheinlich ist, dass wir bei der nächsten Wahl einen weiteren Briefwahlbezirk einrichten werden, um die anfallende Arbeit auf noch mehr Schultern zu verteilen“, sagt Marc-André Spliethoff , im Rathaus mit für die Wahl zuständig.

Dass es so lange gedauert hat, hat nach Angaben des Verwaltungsmannes unter anderem damit zu tun, dass die Zahl der Briefwähler und damit die Zahl der auszuzählenden Stimmen hoch gewesen sei. Hinzu komme, dass das Auszählen eines Briefwahlbezirkes generell einige Besonderheiten habe und mehr Schritte notwendig seien als in einem regulären Wahllokal. Neben der Tatsache, dass die Zulassung der jeweiligen Briefwähler geprüft werden müsse, müssten auch die Umschläge geöffnet werden. „Das alles kostet Zeit. Außerdem hatten wir die Wahlhelfer angewiesen, sehr gründlich zu arbeiten, um mögliche Fehlerquellen auszuschließen“, erläutert Spliethoff.

Generell sei die Wahl aus Sicht der Verwaltung aber gut gelaufen. Zum Schluss habe es dann noch einige Zeit gedauert, bis das vorläufige endgültige Wahlergebnis über die entsprechende Internetseite des Kreises abrufbar gewesen sei. Das habe an Problemen in Warendorf gelegen.

Eine Besonderheit gab es am Wahltag im Altenheim Maria Rast. Die Hausleitung hatte einen Wahltermin in der Einrichtung beantragt, entsprechend machte sich die Hälfte der Mitglieder des Wahlvorstandes für den Bezirk 130 auf den Weg in das Altenheim. Eine Stunde lang hatten die Bewohner die Möglichkeit, vor Ort zu wählen. Anschließend gingen die Mitglieder des Wahlvorstandes noch zu bettlägerigen Patienten, die ebenfalls wählen wollten.

„Das Ganze hat für uns viel mit der Teilhabe der Bewohner am normalen Leben zu tun“, sagt Karen Ohlmeyer vom begleitenden Dienst des Hauses. Für viele Senioren sei der Gang zur Urne etwas ganz anderes als eine Briefwahl. Durch den Wahltermin vor Ort habe das Haus die Möglichkeit, seinen Bewohnern beides zu bieten.

Denn, das macht Karen Ohlmeyer ebenfalls deutlich, der Weg zum Wahllokal in der Brüder-Grimm-Schule sei sehr lang und von den Senioren nicht zu schaffen. Und einen „Traum“ verrät die Mitarbeiterin des Hauses auch: „Vielleicht bekommen wir irgendwann mal unser eigenes Wahllokal hier im Haus. Denn in den vergangenen Jahren sind die angrenzenden Wohngebiete deutlich gewachsen.“

 

Wahlergebnisse im Münsterland

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  • Wie wählt das Münsterland? Die Ergebnisse im schnellen Überblick:

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Bei den Zweitstimmen liegt die CDU in allen sechs Münsterland-Kreisen vorne.

    Foto: Lisa Stetzkamp
  • Ebenso lief es bei den Erststimmen: Das Duell um das Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I - Borken I entschied Jens Spahn für sich.

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  • Im Wahlkreis Borken II holte Johannes Röring das Direktmandat mit 52,3 % der Erststimmen.

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  • Auch Marc Henrichmann bekam über die Hälfte der Erststimmen (51,6%). Im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II ließ er SPD-Konkurrent Ulrich Hampel deutlich hinter sich.

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  • Stärkster Direktkandidat der SPD im Münsterland war Jürgen Coße, der im Wahlkreis Steinfurt III auf 30,3 % kam. An Anja Karliczek (44,8 %) kam er aber nicht heran.

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  • Das knappste Rennen im Münsterland war so eng nicht: In Münster lag Robert von Olberg (SPD) bei der Stimmauszählung zwischenzeitlich sogar einmal vor Sybille Benning. Letztlich lag die CDU-Kandidatin (37,2 %) aber über acht Prozentpunkte vorne (SPD: 28,9 %).

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  • Im Kreis Warendorf sicherte sich Reinhold Sendker (CDU) das Direktmandat mit 46,4 % der Erststimmen, SPD-Kandidat Bernhard Daldrup wird aber über die Landesliste in den Bundestag einziehen.

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  • Das Erststimmen-Ergebnis aus dem Münsterland noch einmal im Überblick.

    Foto: Lisa Stetzkamp

 

In unserer interaktiven Karte können Sie die Ergebnisse aller Münsterland-Kommunen einsehen. Für einen Überblick, wie die einzelnen Parteien abgeschnitten haben, klicken Sie auf den jeweiligen Reiter. Je dunkler der Ort in der jeweiligen Parteifarbe erscheint, desto höher war der Zweitstimmenanteil:

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