Geplante Bebauung des Geländes der Fleischerei Wulff
Vom Grundsatz her einverstanden

Telgte -

Auch wenn es vor allem bei der Höhe der Mehrfamilienhäuser Bedenken gab: Im Grundsatz war das Gros der Anlieger mit der geplanten Bebauung des Wulff-Geländes am Hermann-Löns-Weg einverstanden.

Freitag, 29.09.2017, 05:09 Uhr

Voll war es im Ratssaal anlässlich der Einwohnerversammlung bezüglich der geplanten Bebauung des Wulff-Areals am Hermann-Löns-Weg.
Voll war es im Ratssaal anlässlich der Einwohnerversammlung bezüglich der geplanten Bebauung des Wulff-Areals am Hermann-Löns-Weg. Foto: Große Hüttmann

Im Grundsatz war das Gros der Anlieger mit der geplanten Bebauung des Wulff-Geländes am Hermann-Löns-Weg einverstanden. Das zeigte sich bei einer Versammlung am Donnerstagabend im Rathaus. Mit einem Punkt hatten einige Anwesende aber ziemliche Bauchschmerzen: Im Randbereich des rund 12 000 Quadratmeter großen Areals sind in der Nähe des Kindergartens Wiesenhaus Mehrfamilienhaus-Blöcke geplant, die zwischen dreieinhalb und viereinhalbgeschossig ausgeführt werden sollen.

Auf Nachfrage sagte Jan Roth, Geschäftsführer der Planungsfirma ISR, dass das einer Höhe zwischen 13,50 und 17 Meter entsprechen würde. „Das ist zu viel“, war mehrfach eine der Äußerungen im Saal. Bürgermeister Wolfgang Pieper nahm das als Anregung mit in die weiteren politischen Beratungen. Gestern stand das Thema bereits auf der Agenda des Bau- und Planungsausschusses (Bericht folgt).

Völlig unstrittig waren indes die übrigen Planungen auf dem Gelände. Insgesamt 68 Wohneinheiten sollen dort entstehen, 40 in Mehrfamilienhäusern, die übrigen überwiegend in Einzel- und Doppelhäusern. Lediglich zum Hermann-Löns-Weg soll es einen kleinen Riegel Reihenhäuser geben.

Auch zum möglichen Zeitplan brachte die Anwohnerversammlung neue Erkenntnisse. Nach Angaben von Pieper verfügt das Unternehmen derzeit über Nutzungsverträge, die noch sechs Jahre lang den Betrieb an dieser Stelle möglich machen. Wie Geschäftsführer Uwe Kilian während der Versammlung aber sagte, sei ein Zeitraum von drei bis sechs Jahren realistisch. Das hörte vor allem der Bürgermeister gerne: Das Unternehmen interessiert sich stark für Flächen im Gewerbegebiet Kiebitzpohl. Kilian unterstrich während der Versammlung das Ansinnen, in der Emsstadt bleiben zu wollen.

Erschlossen wird das Gebiet sowohl vom Hermann-Löns-Weg aus als auch über die Marshall- und die Bettina-von-Arnim-Straße. Auf Anregung der Anlieger kam während der Versammlung die Idee auf, die Marshallstraße am Ende der Umsetzung des Projektes analog zu den umliegenden Verbindungen zu einer Spielstraße umzuwidmen.

Christoph Boge (CDU) äußerte bezüglich der Freifläche östlich des Wulff-Geländes erneut die Idee, dort einen Kindergarten zu bauen. Vor einiger Zeit war das bereits in der politischen Diskussion, musste aber aufgrund von Emissionen verworfen werden. Bürgermeister Pieper bezeichnete den Schluss als naheliegend, verwies aber auf den engen Zeitplan beim dringend notwendigen Ausbau der Kindergartenzahlen. Angesichts der Tatsache, dass sich auf dem Wulff-Gelände erst in einigen Jahren etwas tue, sei das derzeit keine Option.

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