Schnadgang in Telgte
Im Regen durch die Natur

Telgte -

45 dem Regenwetter trotzende Telgter starteten am Samstag frühmorgens am Rathaus, um die Grenzen der Stadt abzugehen und dabei zugleich viel Spannendes über Telgte und seine Geschichte zu lernen.

Sonntag, 01.10.2017, 18:10 Uhr

Nach alter Tradition wurde auf dem Hof Korte die Schnadgang-Eiche gepflanzt. Im Bild (v.l.) Helmut Korte, Ulrich Michael, Tatjana Scharfe, Konny Runde, Margareta Große Kleimann, Christoph Boge und Anne-Katrin Schulte.
Nach alter Tradition wurde auf dem Hof Korte die Schnadgang-Eiche gepflanzt. Im Bild (v.l.) Helmut Korte, Ulrich Michael, Tatjana Scharfe, Konny Runde, Margareta Große Kleimann, Christoph Boge und Anne-Katrin Schulte. Foto: Kofoth

„Es ist toll, dass sich trotz des schlechten Wetters so viele Leute entschieden haben, heute mitzulaufen“, freute sich die Vorsitzende des Heimatvereins Margareta Große Kleimann über die Resonanz des Schnadgangs. 45 dem Regenwetter trotzende Telgter starteten am Samstag frühmorgens am Rathaus, um die Grenzen der Stadt abzugehen und dabei zugleich viel Spannendes über Telgte und seine Geschichte zu lernen. Organisiert worden war die Veranstaltung einmal mehr als Kooperation von Heimatverein, Kultur-Freundeskreis und Stadt.

Die von Helmut Poppenborg vorbereitete Strecke führte die Gruppe durch die Wöste zunächst zum Pflanzenhof Woltering in Jägerhaus, wo sie mit Kaffee, wie jedes Jahr bereitgestellt von den Maltesern, erwartet wurde. Während der willkommenen Pause hielt Rainer Woltering einen Vortrag über die neuere Hofgeschichte.

Anschließend ging es Richtung Lauheide zum Reiterhof Korte. Als die Schnadgänger auf das Anwesen kamen, erfreuten sich etliche Teilnehmer über die auf einer nahen Weide trabenden Pferde, bevor nach alter Tradition an dieser Schnittstelle nach Handorf die Schnadgang-Eiche gepflanzt wurde.

„Der Schnadgang ist wichtig, um unsere Stadt und ihre Geschichte besser kennenzulernen und zugleich miteinander ins Gespräch zu kommen. Es ist schön, dass der Heimatverein und der Kultur-Freundeskreis daran festhalten“, lobte die stellvertretende Bürgermeisterin Tatjana Scharfe, bevor sie den ersten Spatenstich vornahm. Die Eiche wurde danach noch traditionsgemäß von ihrem Spender Konny Runde angegossen.

Passend waren die Schnadgänger auf dem Hof Korte, denn als sich die Gruppe gerade zum Mittagessen unter ein Dach gesetzt hatte, kam der angesagte starke Regen. Nach der Stärkung genossen die Anwesenden noch ein kleines Programm auf dem Reiterhof Korte. Dabei konnten alle, die wollten, eine Runde reiten.

„Es ist jedes Jahr wieder schön, durch die Natur zu spazieren und mit so vielen Leuten ins Gespräch zu kommen“, berichtete Große Kleimann am Ende begeistert von der Veranstaltung.

Am Abend hatte der Heimatverein dann einen weiteren Höhepunkt organisiert: In der Clemenskirche fand erneut eine plattdeutsche Messe statt, die Pfarrer Ludger Bügener aus Ochtrup hielt.

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