Münsterland Giro
Sensationelle Stimmung

Westbevern -

Großartige Stimmung herrschte beim Münsterland Giro auf der Fanmeile in Westbevern-Vadrup.

Mittwoch, 04.10.2017, 17:13 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.10.2017, 15:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 04.10.2017, 17:13 Uhr
Auf der Fanmeile in Westbevern-Vadrup war mächtig was los. Die Fahrer wurden angefeuert und gefeiert. Zur tollen Stimmung trug aber auch das bunte Rahmenprogramm bei.
Auf der Fanmeile in Westbevern-Vadrup war mächtig was los. Die Fahrer wurden angefeuert und gefeiert. Zur tollen Stimmung trug aber auch das bunte Rahmenprogramm bei. Foto: Niemann

Applaus ist das Brot des Künstlers. Dieser war 4500 „Jedermann-Aktiven“ und 165 Profisportlern beim Sparkassen Münsterland Giro 2017 gewiss, als sie die Fanmeile in Westbevern-Vadrup passierten. Dort wurden sie von einigen Hundert Radsportinteressierten mit Applaus und lauten Rasseln empfangen und auf die weiteren Kilometer geschickt.

Die Sportler sind alle in gewissem Sinne Künstler auf ihren zwei Rädern, denn dicht gedrängt im Pulk zu fahren, und das bei Spitzengeschwindigkeiten zwischen 40 und 60 Kilometer auf der Geraden oder nicht viel weniger in den Kurven, ist das schon eine Kunst. Die Wettkämpfer sorgten dafür, dass Westbevern für einen Tag zu einer Hochburg des Radsports wurde.

Der Giro 2017 mit den Jedermann-Wettbewerben über 66, 95 und 125 Kilometer sowie das Profirennen über 192,9 Kilometer wurden für das Beverdorf zu einem besonderen Event. Dazu passte das bunte Rahmenprogramm, das sich in erster Linie auf kleine Wettbewerbe und Vorführungen auf zwei Rädern beschränkte. Der Westbeverner Krink, der Bürgerschützenverein Westbevern-Dorf, der Schützenverein Westbevern-Vadrup und der Sportverein Ems Westbevern hatten die Organisation der Fanmeile übernommen und waren mit dem Zuspruch sehr zufrieden. „Ein tolles Zusammenspiel der Vereine, das Spaß bereitet hat. Dazu die tolle Resonanz, die Begeisterung bei Jung und Alt, Radfahrer-Herz was will man mehr,“ fassten Vorsitzende Friederike von Hagen-Baaken und Heiner Schapmann vom Westbeverner Krink zusammen. Ihren Spaß am Radrenntag drückte auch Anne Melz, Schülerin des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums in Telgte aus, auch wenn sie als eine der vielen Streckenposten im Einsatz war und für Sicherheit sorgen musste. „Es ist schön, so viele Radrennfahrer beobachten zu können. Das sorgt für Abwechslung an diesem Tag.“ Sie war zum ersten Mal in dieser Funktion tätig. Die 25 Euro, die ihr als Streckenposten zustehen, fließen in die Schulkasse und sind ein Beitrag zur Finanzierung des Abiballs 2018.

Der Blick der Radsportbegeisterten entlang der Fanmeile bei Peters/Kaiser an der Grevener Straße, aber auch vor den Wohnhäusern richtete sich auf die in Sekundenschnelle vorbeirasenden Aktiven – unter ihnen die Asse Mark Cavendish, Tony Martin , André Greipel und Marcel Kittel. Die Sprintwertung auf der Vadruper Fanmeile entschied Luca Henn aus der Ausreißergruppe vor Tony Martin, Carl Soballa und Etienne van Empel für sich und holte sich den Gesamtsieg in der Sprintwertung.

Rauschten die Profis binnen 90 Sekunden in lediglich zwei Gruppen durch die Fanmeile, so kamen die Jedermänner in mehreren Gruppen. Wegen des bunten Rahmenprogramms kam in den Pausen keine Langeweile auf. Spitzensport im Kunstradfahren bot die 23-jährige Christina Biermann vom RSV Wittekind-Herford. „Es hat Spaß gemacht, vor solch einer großen Zuschauerzahl die Elemente zu zeigen“, freute sich die junge Sportlerin, die vier Mal in der Woche trainiert. Sie und fünf weitere Mitglieder des RSV boten anschließend noch einen Querschnitt ihrer künstlerischen Arbeit auf dem Zweirad.

In seinem Element war auch Herbert Weber aus Erden an der Mosel. Der 73- jährige zeigte Fahrradfahren wie in alten Zeiten auf einem Hochrad – und erntete jede Menge Beifall. „Richtig heiß“ waren die Jungen und Mädchen, die an den Laufrad- und Rollerennen teilnahmen und um eine gute Platzierung kämpften. Alle durften sich am Ende als Sieger fühlen und wurden mit Süßigkeiten belohnt. Der Malwettbewerb „Rund ums Fahrrad“, bei dem rund 150 Bilder gemalt wurden, erfreute sich großer Beliebtheit. Der Vadruper Fanfarenzug sorgte mit einem Platzkonzert für die musikalische Unterhaltung.

Die Fahrer saugten den Applaus und das Rasseln auf. Moderator Frank Jäger heizte dabei die Stimmung immer weiter an. „Kann Westbevern-Vadrup noch?“, war eine seiner Fragen. Die Besucher konnten zulegen, brachten sich ein und trugen so zu einem rundum gelungenen Event bei.

„So ein Zuspruch und so eine Begeisterung. Das zeichnet Westbevern aus“, stellte Frank Jäger fest. Der Moderator muss es wissen, war er doch schon mehrfach am Mikro dabei.

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