Verein „Zib“
In der Flüchtlingsarbeit nicht nachlassen

Telgte -

Verein „Zib“ und Stadt suchen händeringend nach Betreuern, die ihnen bei der Arbeit mit Geflüchteten helfen.

Samstag, 07.10.2017, 12:10 Uhr

Ziehen bei der Flüchtlingsbetreuung an einem Strang: (hinten, v.l.) Remzi Dengiz, Dr. Arno Lott, Stefanie Münsterkötter, Johannes Meiser und Tatjana Fot sowie (vorne, v.l.) Uwe Werdermann, Wolfgang Pieper und Ulla Voß.
Ziehen bei der Flüchtlingsbetreuung an einem Strang: (hinten, v.l.) Remzi Dengiz, Dr. Arno Lott, Stefanie Münsterkötter, Johannes Meiser und Tatjana Fot sowie (vorne, v.l.) Uwe Werdermann, Wolfgang Pieper und Ulla Voß. Foto: -stk-

Rund 500 Geflüchtete lebten zu Hochzeiten in der Stadt. Derzeit sind es noch 390, von denen aber bereits zwei Drittel anerkannt sind und somit aus dem Asylbewerberleistungsgesetz herausfallen. Offiziell hat die Stadt damit noch 130 Flüchtlinge zu betreuen. Und dabei setzt sie weiter voll auf die Unterstützung des Vereins „Zib“, der allerdings mit dem Problem zu kämpfen hat, dass die Ehrenamtlichen immer weniger werden.

Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Pieper macht sich der Verein nun daran, neue Flüchtlingsbegleiter zu finden. „60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht“, berichtete der Bürgermeister. „Das Thema Flucht und Vertreibung ist nicht vorbei, nur weil sich die Staaten in Europa abschotten. Sie werden weiter kommen.“ Und diese Menschen benötigten Ansprechpartner. Und das nicht nur bei der Stadt, sondern im ehrenamtlichen Bereich, organisiert durch den Verein „Zib“. Es geht darum, den Neuankömmlingen bei Behördengängen, Arztbesuchen, den Hausaufgaben, beim Ausfüllen von Formularen und vielem mehr zu helfen.

Für Begleiter muss die Hilfe nicht gleich zu einer Halbtagsstelle werden. Wenn viele jeweils ein paar Stunden mit anpacken würden, wären den „Zib“-Helfern auch schon sehr gedient.

Wer also Interesse hat, sich einzubringen, der kann sich bei der städtischen Sozialarbeiterin Tatjana Fot, ✆ 0 25 04/13 279 und tatjana.fot@telgte.de, bei Arnold Michels, ✆ 0 25 04/63 25 und arnold-michels@gmx. de, oder bei Johannes Meiser, ✆ 0 25 04/66 40 und wendt.meiser@t-online.de, melden.

Wie dringlich die Frage der Unterstützung und Integration von Geflüchteten dem Bürgermeister auch heute noch ist, macht er durch die Ankündigung klar, dem Rat in der Sitzung am 19. Oktober vorzuschlagen, eine zusätzliche halbe Stelle für Sozialarbeit zu schaffen. „Auch die Kräfte der Verwaltung sind begrenzt. Ich hoffe, dass der Rat meinen Weg mitgeht“, so Pieper.

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