Malteser
Eine Orgel für die Kapelle

Telgte -

Die Malteser haben wieder einen bunten Strauß an Hilfsgütern nach Schlesien gebracht.

Donnerstag, 12.10.2017, 16:10 Uhr

Freuen sich über weitere Spenden für bedürftige Menschen: Heinz Loddenkötter, Horst Ulbrich, Pfarrer Jan Ordowski, Horst Ulbrich, Rita Hüser, ein Helfer und Helmut Elbertzhagen.
Freuen sich über weitere Spenden für bedürftige Menschen: Heinz Loddenkötter, Horst Ulbrich, Pfarrer Jan Ordowski, Horst Ulbrich, Rita Hüser, ein Helfer und Helmut Elbertzhagen. Foto: Hüser

Angesichts des kommenden Winters in Schlesien und der Not vieler Menschen vor allem in Ober- und Niederschlesien haben die Malteser aus Telgte einen weiteren Transport mit Materialien für die Altenpflege, Rollstühle, Pampers, Schulmaterialien und 50 Kartons Bekleidung nach Schlesien gebracht. Ein Lastwagen und ein Kleintransporter machten sich auf dem Weg. Die Fahrt verlief reibungslos und ohne besondere Vorkommnisse, berichtete MHD-Chef Heinz Loddenkötter .

Der Transport führte zunächst zu Horst Ulbrich , dem Vorsitzenden der sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz. Ulbrich und seine Frau Renate übernehmen in Glatz die Verteilung der mitgebrachten Hilfsmittel für die Altenpflege an die jeweiligen Haushalte, in denen ältere Menschen, die sich aufgrund der zu niedrigen Rente einen Rollstuhl, Rollator oder ein Pflegebett nicht leisten können. Ulbrich erzählte den Maltesern, dass die Menschen einen Kredit aufnehmen müssen, um im Winter die Kohle zu bezahlen.

Auf große Dankbarkeit stießen die Malteser überall, so bei Felicitas Wojton, die sich über eine große Lupe mit Licht freuen konnte, mit der sie nun wieder lesen kann. Ebenso freute sich Pfarrer Jan Ordowski. Für eine kleine Kapelle in der Pfarrgemeinde Eckersfdorf hatten die Malteser eine Orgel an Bord.

In der Schule in Glatz für behinderte und psychisch kranken Kindern wurde den Maltesern der neue Direktor Adam Kwas vorgestellt. Der dankte den Maltesern für die Hilfe. An der Schule konnte Papier, Stifte, Einmalhandschuhe sowie zwei Nähmaschinen abgeben werden. Kwas erzählte von dem neuen Schulsystem in Polen. Mit sechs Jahren werden die Kinder eingeschult und gehen acht Jahre lang in die Grundschule. Nach dem Abschluss der Grundschule besuchen die Kinder das Gymnasium. Nach drei Jahren Gymnasium müssen sie sich entscheiden, welchen weiteren Bildungsweg sie gehen möchten. In Polen gleicht das Gymnasium der Sekundarstufe 1 in Deutschland. Alle Kinder gehen bis zum 18. Lebensjahr in die weiterführenden Mittel- und Hochschule.

Weiter ging die Fahrt zur Lehrerin nach Niedersteine zum Altenheim Glatz Scheibe und zur Caritas nach Oppeln, wo die Malteser weiteres Material für die Altenpflege und Bekleidung abgeben konnten.

,,Uns ist die persönliche Verteilung der Sachspenden wichtig. So können wir sehen, wohin die Hilfsgüter gehen und sich für den nächsten Transport einen Überblick verschaffen. So kommen auch gezielte Sachspenden wie eine Orgel und Schulmaterialien direkt an,“ so Loddenkötter.

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